Die Charente empfängt das EuroCup-Finale

BV Ibbenbüren trifft in Gruppe 4 auf starke Gegner

Nicht weniger als drei volle Wettkampftage, nämlich FR 30.11. bis SO 02.12., mit nicht weniger als 462 Partien (das Doppelte einer DM inkl. B-Turnier) hat die CEP angesetzt, um aus 16 Mannschaften einen Nachfolger für den noch amtierenden EuroCup-Sieger ABC Draguignan zu finden.

Spielort ist das 1998 in Saint-Yrieix-sur Charente, einem 7000-Einwohner-Vorort von Angoulême, eröffnete und 2011 erweiterte Hallen-Boulodrome „Gilbert Louis“. Gastgeber ist das Comité Départemental de la Charente (des frz. Verbands FFPJP), das in seinem Einladungsschreiben die Hoffnung ausspricht, dass sich die Gäste nicht davon abhalten lassen, die kulinarischen Spezialitäten der Region zu probieren, namentlich die gefleckten Weinbergschnecken (Cagouille) und den Pineau des Charentes. Saint-Yrieix wird auch 2019 und 2020 das EuroCup-Finale ausrichten.

16 Vereinsmannschaften (weitere Fotos  siehe CEP) hatten sich am letzten Juli-Wochenende an vier Standorten in 7er-Gruppen für die bevorstehende Endrunde qualifiziert. Hier die Gruppen-Einteilung:

  • GRUPPE A  >
    FRA C.A.S.E.  Nice / JER Carrefour / DEN Boule Hedebo / GBR Baldock Town PC
  • GRUPPE B >
    MON CB Monegasque / SVK Hohenlohe PK / LUX Riganelli / FIN Helsingin
  • GRUPPE C >
    BEL Pachy Waterloo / POL Zywiecki KB / NOR Groruddalen (Oslo) / SUI Leman PC
  • GRUPPE D >
    ITA Giacomo Arbustini / GER BV Ibbenbüren / SWE PC Malmö / NED CdB Les Cailloux Zeist

BV Ibbenbüren. Stehend: Bruno Absalon, Marc Bouwers, Erik Groote, Frank Günther, Mathias Künnecke; hockend: Alexander Streise, Petra Seehausen, Shemsedin Berisha, Jennifer Schüler, Hermann Streise.

Wie uns Frank Günther vom BV Ibbenbüren wissen ließ, kann der Bundesliga-Meister 2017 in Bestbesetzung nach Frankreich fahren und wird es nach Günthers Einschätzung dennoch schwer haben, in der einleitenden 4er-Gruppen-Phase (jeder gegen jeden) das EuroCup-Viertelfinale zu erreichen.

Für die Viertelfinals werden die Gruppen A und D sowie die Gruppen B und C überkreuz gepaart: A1 – D2, A2 – D1, B1 – C2 und B2 – C1. Entsprechend geht’s auch für die untere Hälfte im so genannten „FedCup“ weiter: A3 – D4, A4 – D3, B3 – D4 und B4 – D3.

Mit diesen Viertelfinals endet der Sonnabend, und noch immer sind auch die Verlierer nicht ausgeschieden. Denn neben den Halbfinals in EuroCup und FedCup steht am Sonntag früh noch eine Platzierungsrunde an.  Erst in der Finalrunde am Sonntag ab ca. 14 Uhr können sich zwölf der 16 Teams auf die Zuschauer-Tribüne zurückziehen.

Die genannten Begegnungen bestehen jeweils aus elf Partien in drei Runden: Auf sechs Tête-à-têtes, darunter ein Frauen-Match, folgen zwei Triplettes und dann drei Doublettes mit jeweils einer Mixte-Paarung. „Single“-Siege zählen 2 Pkte, „Triples“-Siege 5 Pkte und „Doubles“-Siege 3 Punkte, so dass jeweils 16 Punke benötigt werden, um eine Begegnung zu gewinnen. In der Gruppenphase gehen diese Punkte in die Tabellenwertung ein; die anschließenden K.o.-Begegnungen können hingegen ohne Nachteil beendet werden, sobald ein Team die 16-Punkte-Marke erreicht hat.

Der EuroCup wird als Wettbewerb der nationalen Mannschaftsmeister seit 1998 ausgetragen. Bei der Premiere in Kopenhagen waren gerade mal fünf  Länder vertreten; der schwedische Club siegte. Seither hat sich der EuroCup kontinuierlich auf zuletzt 28 Teilnehmer – aus derzeit 41 CEP-Mitgliedsvebänden – vergrößert. In der Siegerliste stehen erst sechs Verbände: Frankreich (11), Belgien (3), Italien (3) sowie Schweden, Schweiz und Monaco (je 1). In die Endrunde waren zuletzt jeweils acht Teams eingezogen; ab diesem Jahr sind’s 16.

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