Das Saarland gewinnt in Gersweiler – Rückblick Länderpokal 2026

Der Deutsche Länderpokal 2026 hat einen neuen Sieger: Der Landesverband Saarland hat am vergangenen Wochenende auf heimischem Boden in Saarbrücken-Gersweiler den Gesamtsieg gefeiert und damit die dreijährige Siegesserie Baden-Württembergs beendet. Nach neun Runden lagen beide Landesverbände mit jeweils sieben gewonnenen und zwei verlorenen Begegnungen gleichauf. Am Ende entschied tatsächlich eine einzige gewonnene Triplette-Partie über den Länderpokal: Das Saarland schloss das Wochenende mit 30:15 gewonnenen Einzelpartien ab, Titelverteidiger Baden-Württemberg mit 29:16. Nach insgesamt 225 gespielten Partien hätte die Entscheidung damit kaum knapper ausfallen können.

Für das Saarland ist es der dritte Gesamtsieg in der Geschichte des Deutschen Länderpokals. Nach dem Premieren-Triumph 1996 in Krefeld und dem zweiten Erfolg 2015 in Düsseldorf musste der Landesverband elf Jahre auf den nächsten Titel warten. Umso schöner aus saarländischer Sicht: Der dritte Sieg gelang ausgerechnet im eigenen Bundesleistungszentrum für Pétanque in Gersweiler. Baden-Württemberg verpasste den vierten Gesamtsieg in Folge denkbar knapp, während Bayern mit einem herausragenden Finalsonntag noch auf Rang drei stürmte.

Samstag: Fehlstart des späteren Siegers – dann fünf Siege in Folge

Ausgerechnet der spätere Gesamtsieger erwischte zunächst keinen perfekten Start. In Runde eins setzte sich Nordrhein-Westfalen mit 3:2 gegen das Saarland durch. Das Saarland gewann durch Manuel Strokosch, Abdel Setfaoui, Cedric Schwartz und Stephane Arend bei Senioren 1 mit 13:8 sowie durch die Espoirs Justin Neu, Thibault Puchot, Lukas Köhl und Arthur Bichet mit 13:9. Die Punkte bei Senioren 2, Frauen und Jugend gingen jedoch nach NRW. Unter anderem starteten damit die NRW-Frauen Lea Mitschker, Jennifer Schüler, Julia Reimers und Daniela Schupp sowie die Jugend mit Gustav Ebbing, Alina Kettner, Milo Prenzel und Rieke Veenstra erfolgreich ins Wochenende. Der Rückschlag blieb für die Gastgeber allerdings die einzige Niederlage des gesamten Samstags und für den LV NRW folgte ein eher wechselhaftes Wochenende mit vielen Höhen und Tiefen.

Auf ein 4:1 gegen den LV Ost folgte bereits in Runde drei das erste große Schlüsselduell des Wochenendes gegen den dreifachen Titelverteidiger Baden-Württemberg. Dessen Senioren-1-Équipe mit Tehina Anania, Tobias Müller, Fabian Vonberg und Moritz Rosik, die gleichzeitig das deutsche WM-Aufgebot für Thailand bildet, gewann ihre Partie hauchdünn mit 13:12. Auch die BaWü-Jugend mit Gianluca Leopardi, Fabian Spann, Dario Kraleski und Lucas Machauer punktete beim 13:10. Die drei übrigen Teamwertungen gingen jedoch an das Saarland: Maurice Racz, Omar Abziz, David Kosmala und Sergio Petrosi gewannen bei Senioren 2 deutlich, ebenso punkteten live auf der TV-Bahn die Frauen um Mercedes Strokosch, Tatjana Löffler, Maggie Dutertre und Eileen Jenal sowie die Espoirs jeweils mit 13:7. Damit ging das direkte Duell mit 3:2 an das Saarland – ein Ergebnis, dessen Bedeutung sich am Sonntag noch zeigen sollte.

Auch der LV Nord konnte die Gastgeber anschließend nicht stoppen. Das Saarland gewann Runde vier mit 4:1, wobei die Frauen beim 13:10 und die Jugend um Emil Croissant, Tom Schreiner, Pierre Bopp und Enrico Bruno beim 13:12 bis zum Schluss kämpfen mussten. Es folgte ein 5:0 gegen Berlin und zum Tagesabschluss ein 4:1 gegen Bayern. Nach der Niederlage zum Auftakt hatte das Gastgeberteam damit fünf Landesverbandsduelle nacheinander gewonnen.

Entschieden war am Samstagabend allerdings noch überhaupt nichts. Saarland und Baden-Württemberg standen beide bei 5:1 Siegen, Saar mit 22:8 Einzelpartien knapp vor BaWü mit 21:9. Direkt dahinter lauerten Hessen und Rheinland-Pfalz mit jeweils 4:2. Hessen hatte zu diesem Zeitpunkt sogar eine außergewöhnlich hohe Kugeldifferenz von +139 erspielt und ebenfalls 21 Einzelpartien gewonnen. Rheinland-Pfalz stand bei 17:13, während Nordrhein-Westfalen und Bayern mit jeweils 3:3 noch Chancen auf einen Sprung nach vorne besaßen.

Länderpokal-Gesamtwertung am Samstagabend (nach 6 von 9 Runden)

Finalsonntag: Hängepartien, enge Duelle und Bayerns große Aufholjagd

Am Sonntag kam neben der sportlichen Spannung noch eine organisatorische Herausforderung hinzu. Das neben der Boulehalle aufgebaute Zelt, in dem am Samstag zusätzliche Bahnen genutzt worden waren, konnte aufgrund der Witterung und teilweise unter Wasser stehender Spielfelder nicht mehr bespielt werden. Damit standen für die letzten drei Runden ausschließlich die Bahnen innerhalb der Halle zur Verfügung. Da die fünf Partien eines Landesverbandsduells grundsätzlich parallel angesetzt werden, konnten aufgrund der geringeren Zahl verfügbarer Bahnen am Sonntag nicht alle Begegnungen gleichzeitig beginnen. In jeder Runde mussten deshalb Hängepartien nachgezogen werden, wodurch sich der Finalsonntag länger hinzog als ursprünglich geplant.

Sportlich wartete auf Tabellenführer Saarland zunächst mit Hessen einer der direkten Verfolger. Die Gastgeber gewannen bei Senioren 1 durch Strokosch, Setfaoui, Schwartz und Arend deutlich mit 13:3, Senioren 2 um Racz, Abziz, Kosmala und Petrosi legten ein 13:8 nach. Hessen blieb jedoch im Rennen: Die Frauen Marie Baudis, Lisa Bischoff, Anna Neubauer und Jessica Schuldt gewannen 13:7, die Hessen-Espoirs Alessia Fagiolino, Felix Kraus, Emil Götz und Luka Day sogar 13:1. Die Jugendpartie entschieden Emil Croissant, Tom Schreiner, Pierre Bopp und Enrico Bruno mit 13:8 für sich und holten so den dritten Saar-Punkt zum 3:2.

Gleichzeitig eröffnete Bayern seinen beeindruckenden Schlussspurt und bezwang Titelverteidiger Baden-Württemberg ebenfalls mit 3:2. Für Bayern punkteten Senioren 2, Frauen und die späteren Gesamtsieger der Jugend um Felix Gastager, Florian Moritz, Max Piernikarczyk und Jerome Tran. Dadurch konnte sich das Saarland zunächst etwas an der Spitze absetzen.

In Runde acht folgte für die Gastgeber unmittelbar der nächste Krimi gegen Rheinland-Pfalz. Die späteren Sieger der Senioren-1-Wertung, Anthony Caquelard, David Brahm, Alexandros Nikolaou und Laszar Chamekh, punkteten für Rheinland-Pfalz, ebenso die vier DPV-Espoirs um Ella Koch, Hannes Eberspach, Finn Ochsenreither und Leander Becker. Das Saarland hielt mit Erfolgen bei Senioren 2, Frauen und Jugend dagegen. Besonders knapp waren die beiden 13:11-Siege der saarländischen Frauen und Jugend, sodass auch dieses Landesverbandsduell mit 3:2 an die Gastgeber ging.

Bayern ließ seinerseits beim 4:1 gegen Nord nichts anbrennen, während Baden-Württemberg Hessen mit 3:2 bezwang. Vor der neunten und letzten Runde führte das Saarland damit mit sieben Siegen und einer Niederlage. Baden-Württemberg stand bei 6:2 und benötigte nun einen eigenen Sieg sowie gleichzeitig eine Niederlage der Gastgeber.

Eine einzige Partie entscheidet den Länderpokal

Vor der Schlussrunde hatte der LV Saarland 28 Einzelpartien gewonnen, Baden-Württemberg 26. Sollte Saar gegen Niedersachsen verlieren und BaWü gleichzeitig Rheinland-Pfalz schlagen, wären beide Landesverbände bei 7:2 punktgleich – und genau dieses Szenario trat schließlich ein.

Niedersachsen zeigte zum Abschluss einen starken Auftritt. Die Senioren 1 um Jan-Philipp Krug, Cihangir Ocak, Oliver von Alten und Sascha von Pleß gewannen deutlich, auch die Senioren 2 punkteten. Saar hielt durch einen Sieg der Frauen dagegen, doch auch die späteren Sieger der Espoirs-Wertung Luca Gebhard, Sam Henkensiefken, Louis Latour und Claas Nerge holten mit 13:10 einen Punkt für Niedersachsen. Die saarländische Jugend gewann ebenfalls, insgesamt ging das Duell jedoch 2:3 verloren.

Parallel erfüllte Baden-Württemberg seine Aufgabe in einer engen Begegnung gegen Rheinland-Pfalz. BaWü gewann bei Senioren 2, Frauen und Espoirs – die Espoirs-Partie dabei denkbar knapp mit 13:12 – und setzte sich so ebenfalls mit 3:2 durch. Damit standen Saar und BaWü tatsächlich beide bei 7:2-Siegen.

Der Blick auf die Einzelpartien brachte schließlich die Entscheidung: 30:15 für das Saarland, 29:16 für Baden-Württemberg. Eine einzige gewonnene Partie machte nach einem kompletten Länderpokal-Wochenende den Unterschied.

Der Jubel in der Boulehalle war entsprechend groß. Elf Jahre nach dem letzten Triumph durfte das Saarland wieder die Meisterschale des Länderpokals in Empfang nehmen und den dritten Länderpokal-Gesamtsieg seiner Verbandsgeschichte ausgelassen vor heimischer Kulisse feiern. Baden-Württemberg musste sich nach drei Erfolgen in Serie diesmal mit Rang zwei begnügen.

Bayern vollendete währenddessen seinen perfekten Finalsonntag. Auf das 3:2 gegen Baden-Württemberg folgten zwei deutliche 4:1-Erfolge gegen Nord und Berlin. Nach Rang sechs und einer Bilanz von 3:3 am Samstag gewann Bayern damit sämtliche drei Sonntagsbegegnungen und sicherte sich mit 6:3 noch den dritten Platz. Besonders bemerkenswert ist die hessische Bilanz. Mit 28 gewonnenen Einzelpartien hatte Hessen mehr Einzelsiege als der Gesamtdritte Bayern und erzielte mit +140 sogar mit Abstand die beste Kugeldifferenz des kompletten Feldes. Da jedoch vier der neun Landesverbandsduelle verloren gingen, reichte dies am Ende lediglich zu Rang vier. Niedersachsen wiederum setzte mit dem Sieg über den späteren Gesamtsieger Saarland einen starken Schlusspunkt und arbeitete sich mit 5:4 noch auf Rang sechs vor.

Länderpokal-Gesamtwertung
Sieger im Länderpokal 2026: LV Saarland
Zweiter im Länderpokal 2026: LV Baden-Württemberg
Dritter im Länderpokal 2026: LV Bayern

Senioren 1: Rheinland-Pfalz dominiert – BaWüs WM-Team auf Rang zwei

Die stärkste Bilanz in der Kategorie Senioren 1 erspielte sich das Team Rheinland-Pfalz. Anthony Caquelard, David Brahm, Alexandros Nikolaou und Laszar Chamekh gewannen acht ihrer neun Partien und damit mehr Spiele als jede andere Senioren-1-Équipe. Zu den Erfolgen gehörte unter anderem ein wichtiger 13:5-Sieg in der entscheidenden Begegnung am Sonntagnachmittag um den Sieg in der Teamwertung gegen Baden-Württemberg. Lediglich gegen die starke niedersächsische Formation um Jan-Philipp Krug, Cihangir Ocak, Oliver von Alten und Sascha von Pleß musste Rheinland-Pfalz am Samstagabend seine einzige Niederlage hinnehmen.

Auf Rang zwei folgte Baden-Württemberg mit sieben Siegen. Tehina Anania, Tobias Müller, Fabian Vonberg und Moritz Rosik nutzten den Länderpokal gleichzeitig als Wettkampfvorbereitung für die bevorstehende Triplette-WM in Khon Kaen / Thailand (20. – 24. November 2026) und gewannen unter anderem das direkte Duell gegen das Saarland knapp mit 13:12. Rang drei ging mit sechs Siegen an Niedersachsen, dahinter folgte der LV Nord mit Moustain Adeniyi, Hervé Dieu, Laurent Mirabeau-Siebold und Paul Franke ebenfalls mit sechs Erfolgen.

Senioren 2: Saarland verteidigt den Vorjahressieg

Besonders wichtig für den Gesamterfolg der Gastgeber war die Leistung von Maurice Racz, Omar Abziz, David Kosmala und Sergio Petrosi bei Senioren 2. Nach der Niederlage zum Auftakt gegen Nordrhein-Westfalen gewann das Quartett sieben Partien nacheinander. Unter anderem gelangen deutliche Erfolge gegen Baden-Württemberg, Nord und Rheinland-Pfalz. Erst Niedersachsen stoppte die Serie in der letzten Runde.

Mit sieben Siegen verteidigte das Saarland damit seine bereits 2025 gewonnene Senioren-2-Wertung. Ganz knapp dahinter landete Bayern ebenfalls mit sieben Erfolgen. Victor Bockelmann, Jorik Hock, Paul Möslein und Patrick Schaeffer waren damit ein wichtiger Baustein des bayerischen Sprungs auf das Gesamtpodium. Hessen mit Pascal Sittmann, Marcel Bomsdorf, Marcus Faltermann und Basil Rezai sowie Niedersachsen mit Leon Jentsch, Sven Claes, Noah Meyer und Nils Schön folgten mit jeweils sechs Siegen.

Teamwertungen Senioren 1 und Senioren 2
Sieger Teamwertung Senioren 1: LV Rheinland-Pfalz
Sieger Teamwertung Senioren 2: LV Saarland

Frauen: Hessen verteidigt den Titel in einer extrem engen Wertung

Bei den Frauen gelang Hessen ebenfalls die Titelverteidigung. Marie Baudis, Lisa Bischoff, Anna Neubauer und Jessica Schuldt gewannen sieben ihrer neun Begegnungen und setzten sich damit knapp an die Spitze. Nur Bayern und Nordrhein-Westfalen konnten die Hessinnen an diesem Wochenende bezwingen.

Dahinter hätte die Wertung kaum enger sein können: Gleich vier Landesverbände kamen auf sechs Siege. Baden-Württemberg mit Nina Schell, Anna Lazaridis, Regina Weißenberger und Ildiko Szabo belegte Rang zwei, Bayern mit Andrea Bärthlein, Silvana Lichte, Susanne Reisinger und Barbara Zech Rang drei. Ebenfalls sechs Siege holten Nordrhein-Westfalen mit Lea Mitschker, Jennifer Schüler, Julia Reimers und Daniela Schupp sowie Saarland mit Mercedes Strokosch, Tatjana Löffler, Maggie Dutertre und Eileen Jenal.

Gerade die saarländischen Frauen sammelten im Kampf um den Gesamtsieg wichtige Punkte. Am Finalsonntag gewannen sie unter anderem knapp mit 13:11 gegen Rheinland-Pfalz sowie 13:10 gegen Niedersachsen. Für Jessica Schuldt setzte sich gleichzeitig eine schöne Serie fort: Nur eine Woche nach ihrem ersten Deutschen Meistertitel im Doublette Mixte gemeinsam mit Clement Melnikoff gewann sie mit Hessen auch die Frauen-Teamwertung des Länderpokals.

Espoirs: Niedersachsen setzt sich in der engsten Teamwertung durch

Kaum eine Kategorie war ausgeglichener als die Espoirs. Am Ende gewann Niedersachsen mit sieben Siegen, dahinter kamen gleich fünf Landesverbände auf jeweils sechs Erfolge. Für Niedersachsen spielten Luca Gebhard, Sam Henkensiefken, Louis Latour und Claas Nerge. Nach zwei Niederlagen am Samstag gegen BaWü und Hessen gewann die Équipe alle weiteren Begegnungen. Dazu gehörte auch das 13:10 gegen Saarland in der letzten Runde – ein Ergebnis, das indirekt noch einmal zusätzliche Spannung in den Kampf um den Gesamtsieg brachte.

Rheinland-Pfalz belegte mit Ella Koch, Hannes Eberspach, Finn Ochsenreither und Leander Becker Rang zwei. Auch das Saarland mit Justin Neu, Thibault Puchot, Lukas Köhl und Arthur Bichet, Hessen mit Alessia Fagiolino, Felix Kraus, Emil Götz und Luka Day sowie Baden-Württemberg und Ost kamen auf sechs Siege. Damit lagen zwischen Platz zwei und sechs nur die weiteren Wertungskriterien – ein deutlicher Beleg für die hohe Leistungsdichte in dieser Altersklasse.

Teamwertungen Frauen und Espoirs
Sieger Teamwertung Frauen: LV Hessen
Sieger Teamwertung Espoirs: LV Niedersachsen

Jugend: Bayern mit acht Siegen das stärkste Nachwuchsteam

Die erfolgreichste Jugend-Équipe des Wochenendes kam aus Bayern. Felix Gastager, Florian Moritz, Max Piernikarczyk und Jerome Tran gewannen acht ihrer neun Partien. Lediglich gegen Hessen musste Bayern in Runde zwei eine Niederlage hinnehmen, anschließend folgten sieben Siege nacheinander. Unter anderem setzte sich die Équipe deutlich gegen Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Saarland durch.

Mit jeweils sechs Siegen folgten der LV Nord, Rheinland-Pfalz und Saarland. Für Nord spielten Leni Pauline Tuna, Maya Gwenner und Thilo Leander Clausen, Rheinland-Pfalz trat mit Maria Hein, Polina Hrankova, Ben Stark und Ben Haug an. Saarlands Jugend mit Emil Croissant, Tom Schreiner, Pierre Bopp und Enrico Bruno sammelte ebenfalls mehrere wichtige Punkte für den späteren Gesamtsieger – darunter knappe Erfolge gegen Nord, Berlin und Rheinland-Pfalz.

Teamwertung Jugend
Sieger Teamwertung Jugend: LV Bayern

Zehn Landesverbände und eine besondere Länderpokal-Atmosphäre

Der Länderpokal zeigte auch 2026 wieder, was diesen Wettbewerb von anderen nationalen Veranstaltungen unterscheidet. Senioren, Frauen, Espoirs und Jugend kämpfen gemeinsam für ihren Landesverband, und jede einzelne Partie fließt in die Gesamtwertung ein. Genau das bewies die Entscheidung zwischen Saarland und Baden-Württemberg eindrucksvoll. Trotz des sportlichen Ehrgeizes herrschte über das gesamte Wochenende eine freundschaftliche Atmosphäre in der Halle, die zu zahlreichen engen und hochklassigen Begegnungen beitrug.

LV Berlin
LV Hessen
LV Niedersachsen
LV Nord
LV NRW
LV Ost
LV Rheinland-Pfalz

Livestream, Ausrichter und Dank an alle Beteiligten

Auch zuhause konnte der Länderpokal 2026 über den offiziellen YouTube-Kanal des Deutschen Pétanque-Verbandes verfolgt werden. Für das DPV-Kommunikationsteam waren Joachim Busse und Thomas Schumann an beiden Turniertagen im Einsatz. Verstärkt wurden sie von den beiden Komm-Team-Praktikanten Gilbert Geßner und Werner Fleger, die sich in die Produktion einbrachten und teilweise auch am Mikrofon der Livestreams zu hören waren. Alle Re-Lives bleiben auf dem DPV-YouTube-Kanal unter https://www.youtube.com/@DPVvideo abrufbar.

Ein besonderer Dank gilt dem Saarländischen Boule-Verband, der den Deutschen Länderpokal erneut in seinem Bundesleistungszentrum für Pétanque in Saarbrücken-Gersweiler ausgerichtet hat. Das erfahrene Hallen- und Helferteam sorgte trotz der zusätzlichen Herausforderung am Sonntag für einen reibungslosen Ablauf. Auch die Bewirtung über das gesamte Wochenende ließ keine Wünsche offen. Stellvertretend für das Küchen- und Helferteam gilt ein besonderer Dank Dagmar Puchot, die als Küchenchefin gemeinsam mit weiteren Helfer*innen für die Verpflegung der Delegationen und Gäste sorgte.

Die Turnierleitung lag bei Kai Kutsch und Bernd Meyer-Kirschner, als DPV-Schiedsrichter waren Gordon Michael, Fred Snella und Hans-Jörg Dörr im Einsatz. Den Deutschen Pétanque-Verband vertrat vor Ort Karl-Josef Flühr. Auch ihnen gilt der Dank für ihren Einsatz über das komplette Wochenende.

Die DPV-Verantwortlichen, das Kommunikationsteam, die Schiedsrichter ...
... und Dagmar Puchot

Saarland beendet BaWüs Serie und feiert zuhause

Der Länderpokal 2026 hatte am Ende alles, was diesen Wettbewerb ausmacht: einen Fehlstart des späteren Siegers, ein frühes direktes Duell mit dem Titelverteidiger, mehrere 3:2-Krimis, einen herausragenden Finalsonntag der Bayern und schließlich eine Entscheidung, die nach 225 gespielten Partien denkbar knapper kaum hätte ausfallen können.

Das Saarland beendet die dreijährige Siegesserie Baden-Württembergs und gewinnt elf Jahre nach dem letzten Triumph zum dritten Mal den Deutschen Länderpokal. Dass dieser Erfolg ausgerechnet vor heimischer Kulisse in Gersweiler gelang, machte die Siegerehrung umso emotionaler. Mit der Länderpokal-Schale in den Händen wurde der Heimsieg anschließend laut und ausgelassen in der Boulehalle gefeiert.

Der DPV gratuliert dem Landesverband Saarland zum Gesamtsieg, Baden-Württemberg und Bayern zu den weiteren Podestplätzen sowie allen Sieger*innen und Platzierten der fünf Teamwertungen.