Bericht & Siegerfotos – 49. Deutsche Meisterschaft Pétanque Triplette 2026

Die 49. Deutsche Meisterschaft Pétanque Triplette in Düsseldorf ist Geschichte – und sie wird vielen Beteiligten wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Zwei Tage lang verwandelte sich das Gelände von Düsseldorf sur place in den Mittelpunkt des deutschen Pétanque-Sports. 128 Teams aus ganz Deutschland kämpften um den ersten Deutschen Meistertitel der Saison 2026, zahlreiche Zuschauer*innen verfolgten die Spiele vor Ort sowie die Live-Übertragungen auf dem DPV-YouTube-Kanal.

Für den Ausrichter Düsseldorf sur place war es nach den Deutschen Meisterschaften im Doublette Mixte 2024 und 2025 das nächste große Highlight im deutschen Pétanque-Kalender – und die wochenlange Vorbereitung war an jeder Stelle spürbar.

Starke Organisation und besondere Atmosphäre

Die 64 Spielbahnen präsentierten sich in hervorragendem Zustand, viele Bereiche wurden im Winter nochmals modernisiert und neu gestaltet. Rund um das Carré d’honneur entstand besonders am Finalsonntag eine Atmosphäre, wie man sie sich für eine Deutsche Meisterschaft wünscht: volle Zuschauerbereiche, Gespräche zwischen alten Bekannten, intensive Spiele und ein Vereinsgelände, auf dem sich Spieler*innen und Gäste gleichermaßen wohlfühlten. Einzig das Wetter hätte sich zwischendurch den ein oder anderen Regentropfen sparen können – doch selbst das konnte die Stimmung an diesem Wochenende kaum trüben.

Neben den sportlichen Leistungen sorgte insbesondere der Ausrichter Düsseldorf sur place für viele positive Stimmen. Die zahlreichen Helfer*innen waren an beiden Tagen nahezu ununterbrochen im Einsatz – vom Catering über den Spielbetrieb bis hin zur Betreuung der Zuschauerbereiche. Auch die Erfahrungen aus zahlreichen vergangenen Veranstaltungen waren deutlich sichtbar.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Spieler*innen, Helfer*innen, Schiedsrichter*innen, Zuschauer*innen, dem DM-Team samt Turnierleitung sowie dem gesamten Team von Düsseldorf sur place für ein ganz besonderes Wochenende, das dem deutschen Pétanque-Sport mehr als gerecht wurde. Die erste Deutsche Meisterschaft der Saison 2026 setzte damit bereits früh ein Ausrufezeichen – sportlich wie organisatorisch!

Spielniveau auf höchstem Niveau

Auch DPV-Präsident Michael Dörhöfer, der selbst gemeinsam mit Espoirs-Europameisterin Silvana Lichte und DPV-Vizepräsident Jugend Mark-Oliver Fitz (Bayern06) bis ins Sechzehntelfinale vorstoßen konnte, zeigte sich beeindruckt:

„Was mir besonders aufgefallen ist: Das spielerische Niveau in Deutschland steigt spürbar. Natürlich gehört Nervosität bei so einem Event dazu – umso beeindruckender waren die vielen hochklassigen Aufnahmen, die ich sehen durfte.“

Und tatsächlich: Wer an diesem Wochenende die Spiele verfolgte, bekam zahlreiche hochklassige Begegnungen zu sehen. Von den ersten Poules bis zu den Finalspielen war deutlich zu spüren, welchen Stellenwert eine Deutsche Meisterschaft besitzt – schließlich führt der Weg dorthin für viele Teams zunächst über eine erfolgreiche Qualifikation in den jeweiligen Landesverbänden.

„Wenn man dann noch bedenkt, dass der Weg zur Deutschen Meisterschaft für viele alles andere als einfach ist und eine vorherige Qualifikation voraussetzt, gilt mein ganz besonderer Respekt und ein großes Chapeau allen Spielerinnen und Spielern, die dieses Turnier sportlich zu etwas Besonderem gemacht haben.“

Neue Deutsche Meister mit emotionalem Premieren-Titel

Nach zahlreichen hochklassigen Begegnungen über das gesamte Wochenende hinweg durfte sich am Ende das Team BaWü01 mit Johannes Hirte, Lukas Hirte (beide BC Stuttgart) und Kevin Krohmer (PC Burggarten Horb) über den Deutschen Meistertitel 2026 freuen.

Für das Trio war es ein ganz besonderer Erfolg: Nach dem letzten entscheidenden Punkt entluden sich auf und neben dem Platz sämtliche Emotionen. Unter Tränen, gemeinsam mit ihrem mitgereisten Anhang, feierten die drei ihren ersten Deutschen Meistertitel – Bilder, die eindrucksvoll zeigen, welche Bedeutung eine Deutsche Meisterschaft für Spieler*innen besitzt.

Nach dem reinen Baden-Württemberg-Finale dürfen auch die unterlegenen Finalisten Pascal Keller und Jannik Schaake (beide TV Mannheim-Waldhof) sowie Tobias Müller (PC Burggarten Horb) mit Stolz auf ihr Wochenende zurückblicken. Das selbst ernannte „Team Legen“ BaWü02 zeigte über zwei Turniertage hinweg eindrucksvoll seine Klasse und spielte sich verdient bis ins Endspiel vor. Hier geht es zur Re-Live-Übertragung des DM-Finals mit Sieger-Interview und weiteren Stimmen zum Abschluss.

Besonders auffällig waren am Finaltag die zahlreichen äußerst knappen Begegnungen auf dem Carré d’honneur. Mehrfach schien eine Partie bereits entschieden – doch hohe Kugelvorteile blieben ungenutzt, Spiele kippten plötzlich in die andere Richtung und Gegner nutzten in der Folgeaufnahme ihre Chance eiskalt. Gerade diese Momente machten die Finalspiele für Zuschauer*innen besonders spannend und zeigten erneut, wie schmal auf diesem Niveau der Grat zwischen Freude und Leid – zwischen Sieg und Niederlage – sein kann.

Besonders bitter verlief das Halbfinale für RhPf01 mit Finn Ochsenreither, seinem Vater Frank Böhm sowie Jean-Francois Wittmann (alle Bornheimer BC Nooh Draa). Gegen die späteren Deutschen Meister fehlte nur eine Kugel zum Finaleinzug – dieser war bereits greifbar nah, ehe sich das Pfälzer Triplette am Ende denkbar knapp mit 12:13 geschlagen geben musste.

Im zweiten Halbfinale fiel die Entscheidung etwas deutlicher aus. Dennoch darf sich auch Bayern01 mit Benjamin Wied, Victor Pfortner und Regis Pfortner (1. MKWU München) über eine starke Deutsche Meisterschaft freuen. Mit mehreren überzeugenden Auftritten gegen favorisierte Teams erspielten sich die Bayerischen Landesmeister verdient die Bronzemedaille.

Knapp am Sprung in die Medaillenränge vorbei schrammten die vier Teams auf den geteilten fünften Plätzen, die ebenfalls auf eine starke Deutsche Meisterschaft zurückblicken dürfen. Besonders auffällig: Gleich mehrere lokale Größen des ausrichtenden Vereins Düsseldorf sur place mischten bis tief in den Finaltag hinein im Titelrennen mit und sorgten damit auch aus Sicht der Gastgeber für zusätzliche Spannung auf den heimischen Bahnen.

BaWü05 mit Johannes Frick, Tamara Muschel und Peter Muschel (SG Terra Libre Ravensburg / BC Friedrichshafen / BC Friedrichshafen) spielte sich ebenso bis ins Viertelfinale vor wie Nord01 mit Samoelina Famonjena Vahandrahety, Oscar Akotegnon Hodonou und Moustain Adeniyi (Düsseldorf sur place / Lübecker BC / Lübecker BC).

Auch zwei NRW-Teams hielten die Fahnen der Gastgebervereine lange hoch: NRW10 mit Malte Berger, Nico Beucker und Sylvain Ramon (alle Düsseldorf sur place) sowie NRW12 mit Carolin Niermann, Christopher Czarnetta und Kim Rieger (Düsseldorf sur place / Düsseldorf sur place / Nippeser BC) erreichten ebenfalls die Runde der letzten Acht und unterstrichen damit noch einmal die starke Leistungsdichte dieser Deutschen Meisterschaft.

Herzlichen Glückwunsch an die neuen Deutschen Meister Lukas Hirte, Johannes Hirte und Kevin Krohmer!

Herzlichen Glückwunsch auch an alle Medaillenträger*innen und Platzierten der 49. Deutschen Meisterschaft Pétanque Triplette.
Alle Platzierten dieser Deutschen Meisterschaft – inklusive der Medaillengewinner*innen des B-Turniers – haben wir für Euch unten nochmals mit den Siegerfotos aufgeführt

Die DM-Medaillenträger

Deutscher Meister: Johannes Hirte, Lukas Hirte, Kevin Krohmer (BaWü01)
Deutscher Vizemeister: Pascal Keller, Tobias Müller, Jannik Schaake (BaWü02)
Dritter Platz: Finn Ochsenreither, Frank Böhm, Jean-Francois Wittmann (RhPf01)
Dritter Platz: Benjamin Wied, Victor Pfortner, Regis Pfortner (Bay01)

Geteilter 5. Platz

Peter Muschel, Tamara Muschel, Johannes Frick (BaWü05)
Moustain Adeniyi, Oscar Hodonou, Samoelina Famonjena Vahandrahety (Nord01)
Malte Berger, Nico Beucker, Sylvain Ramon (NRW10)
Carolin Niermann, Christopher Czarnetta, Kim Rieger (NRW12)

Geteilter 9. Platz

Tehina Anania, Dominique Tsuroupa, Robin Stentenbach (BaWü07)
Nele Schnurr, Jonas Madai, Valentin Buckels (NRW23)
Andreas Dosch, Normann Maurer, Jörn Krause (Hess06)
Jens Riedel, Thomas Bachner, Michael Kitsche (Berl01)
Mechthild Hesterkamp, Yvonne Kappelhoff, Britt Ulrich (NRW07)
Mohamed-Kamel Bourouba, Adil Beliicha, Rachid Bouchendouah (NRW06)
Jan Garner, Till-Vincent Goetzke, Marco Schumacher (NiSa05)
Luca Gebhard, Lisa Gebhard, Martin Kuball (NiSa08)

Die Gewinner und Finalisten im B-Turnier

Sieger B- Turnier: Florian Hennekemper, Othman Hadj-Lazib, Michael Wech (Hess10)
Zweiter Platz B-Turnier: Fabian Vonberg, Marvin Petzold, Gabriel Huber (BaWü08)
Dritter Platz B-Turnier: Claudio Hendel, Christoph Pohlenz, Robin Wendeler (NRW16)
Dritter Platz B-Turnier: Jens Birkmeyer, Frédéric Haeflinger, Diane McPeak-Ferkinghof (NRW21)