Danksagung – Leon Gotha und Maurice Racz verabschieden sich als Coaches der dpj

Nach drei Jahren endet zum Abschluss der Saison 2026 eine wichtige personelle Konstante im Nachwuchsleistungssport des Deutschen Pétanque-Verbandes: Leon Gotha und Maurice Racz geben auf eigenen Wunsch ihre Funktionen als Coaches der Deutschen Pétanque-Jugend (dpj) ab. 

Der Abschied erfolgt ausschließlich aus persönlichen und zeitlichen Gründen. Beide haben ihre Aufgaben in den vergangenen drei Jahren parallel zu ihrem eigenen privaten und beruflichen Alltag mit großem zeitlichen Einsatz ausgeübt und möchten künftig wieder anderen Bereichen ihres Lebens mehr Raum geben. DPV und dpj respektieren diese Entscheidung ausdrücklich. Gleichzeitig steht fest: Die Türen bleiben Leon Gotha und Maurice Racz auch in Zukunft jederzeit offen.

Drei Jahre Verantwortung für den DPV-Nachwuchs

Die Arbeit der beiden beschränkte sich dabei längst nicht auf die sichtbaren Auftritte bei Europa- und Weltmeisterschaften. Als Coaches der dpj begleiteten Leon und Maurice den Nachwuchs über das gesamte Jahr: von Kadersichtungen und Kaderlehrgängen über Trainings- und Vorbereitungsturniere im In- und Ausland bis zur Zusammenstellung der Nationalteams für internationale Wettbewerbe.

Dazu gehörten auch der kontinuierliche Austausch mit Spielerinnen und Spielern, Eltern, Jugendverantwortlichen und weiteren Mitgliedern des Leistungssportteams sowie die sportliche und persönliche Begleitung der Jugendlichen. Gerade Nominierungsentscheidungen zählen dabei zu den anspruchsvollsten Aufgaben: Die Zahl der Plätze bei internationalen Meisterschaften ist begrenzt, sodass neben den sportlichen Entscheidungen regelmäßig auch schwierige Gespräche geführt werden müssen.

Leon Gotha und Maurice Racz brachten für diese Aufgabe eine besondere Perspektive mit. Beide hatten zuvor selbst den Jugend- und Espoirsbereich des DPV als Spieler durchlaufen und internationale Erfahrungen im deutschen Trikot gesammelt. Dadurch kannten sie viele Situationen, mit denen junge Nationalspielerinnen und Nationalspieler konfrontiert werden, aus eigener Erfahrung – von sportlichem Druck und Erwartungen bis zum Umgang mit Siegen, Niederlagen und persönlichen Rückschlägen.

Auch sportlich fällt die Bilanz der drei gemeinsamen Jahre beeindruckend aus. Bereits bei der Europameisterschaft 2024 in Isla Cristina holten die deutschen Juniorinnen Janaina Cabrera, Maria Hein, Alina Kettner und Ella Koch die Bronzemedaille im Triplette. Im Tir de précision legte Maria Hein noch einmal nach und gewann Silber.

Ein besonderer Höhepunkt folgte 2025 – erneut in Isla Cristina: Bei der Juniors-Weltmeisterschaft gelang Maria Hein und Tobias Moritz der Titelgewinn im Tir de précision mixte Juniors. Der erste deutsche Weltmeistertitel im Pétanque bleibt einer der herausragenden Momente der gemeinsamen Amtszeit von Leon Gotha und Maurice Racz.

Im selben Jahr übernahm Leon Gotha bei der Europameisterschaft in Benejúzar zudem die Betreuung der Espoirs-Frauen. Gemeinsam mit Celine Grauer, Ella Koch, Silvana Lichte und Mercedes Strokosch feierte er dort den Europameistertitel im Triplette. Celine Grauer gewann bei dieser EM darüber hinaus Bronze im Tir de précision.

Auch bei der letzten gemeinsamen Europameisterschaft 2026 in Loutraki gab es noch einmal zwei Medaillen für die deutschen Juniors: Maya Gwenner, Maria Hein, Alina Kettner und Anna Timmer sicherten sich Bronze im Triplette, während Maria Hein im Tir de précision die Bronzemedaille gewann.

Damit stehen aus den drei Jahren zahlreiche internationale Medaillenerfolge – darunter ein Weltmeistertitel und ein Europameistertitel – für eine sportlich außerordentlich erfolgreiche Zeit, in der Leon Gotha und Maurice Racz zahlreiche junge Spielerinnen und Spieler auf ihrem Weg im deutschen Nationalteam begleitet haben.

Die sportlichen Ergebnisse waren dabei nur ein Teil ihrer Aufgabe. Im Mittelpunkt stand über die gesamten drei Jahre die langfristige Entwicklung der Spielerinnen und Spieler – technisch und taktisch, aber ebenso im mentalen Bereich und im Umgang mit den besonderen Anforderungen des internationalen Leistungssports.

Ein vorbereiteter Übergang

Mit dem Abschied von Leon Gotha und Maurice Racz beginnt gleichzeitig das nächste Kapitel innerhalb der dpj. Die Nachfolge ist bereits geregelt: Michael Kitsche aus dem Landesverband Berlin, Verein boule devant berlin, und Esther Hahlbohm aus dem Landesverband Niedersachsen, Verein TSV Rethen, werden künftig Aufgaben als Coaches der dpj übernehmen.

Wichtig ist DPV und dpj dabei ein möglichst kontinuierlicher Übergang. Leon Gotha und Maurice Racz haben bereits angeboten, ihren Nachfolgerinnen und Nachfolgern bei Fragen zur Verfügung zu stehen und sie während der Einarbeitung zu unterstützen. Ihre Erfahrungen aus den vergangenen drei Jahren sollen damit nicht von einem Tag auf den anderen verloren gehen – zugleich erhalten die neuen Coaches die Möglichkeit, ihre eigenen Ideen und Schwerpunkte einzubringen.

Michael Kitsche und Esther Hahlbohm werden sich zu gegebener Zeit noch ausführlicher auf der DPV-Website vorstellen. Für den Winter ist darüber hinaus ein Video-Interview mit den beteiligten Personen angedacht, bei dem sowohl der Blick zurück als auch die zukünftige Ausrichtung der Nachwuchsarbeit Thema sein sollen.

Bevor der Blick endgültig nach vorne geht, möchten wir jedoch noch einmal Leon Gotha und Maurice Racz selbst zu Wort kommen lassen. Beide haben zum Ende ihrer gemeinsamen Zeit als Coaches einen persönlichen Abschiedsbrief verfasst, den wir an dieser Stelle ungekürzt veröffentlichen.

„Danke für drei unvergessliche Jahre“ – Leon und Maurice verabschieden sich

„Lieber DPV, liebe dpj,

uns fällt es schwer, diese Zeilen zu schreiben. Drei intensive und wunderschöne Jahre voller Emotionen, Herausforderungen und besonderer Erfolge liegen hinter uns. Die Momente, die wir als Team erlebt haben, sind unvergesslich und bleiben für immer in unseren Herzen. Nun ist jedoch für uns beide der Zeitpunkt gekommen, unsere Tätigkeit als Bundestrainer zu beenden.

Diese Entscheidung fällt uns alles andere als leicht. Wir haben viel Zeit und Herzblut in diese Aufgabe investiert. Dabei sind unser Privatleben und persönliche Ziele oftmals zu kurz gekommen. Deshalb möchten wir künftig wieder mehr Zeit für uns selbst haben.

Wir möchten uns mit diesen gemeinsamen Zeilen verabschieden und vor allem Danke sagen. Wenn wir zurückblicken, empfinden wir große Dankbarkeit für das Vertrauen, das uns entgegengebracht wurde, für die gemeinsamen Erlebnisse und vor allem für die Menschen, die diese Zeit so besonders gemacht haben.

An erster Stelle stehen dabei unsere Spielerinnen und Spieler. Ihr seid uns sehr ans Herz gewachsen. Wir haben gemeinsam gelacht und geweint, gekämpft, Rückschläge verarbeitet und Erfolge gefeiert. Euch auf eurem Weg begleiten und in eurer Entwicklung unterstützen zu dürfen, war für uns eine echte Herzensangelegenheit. Ohne euren Einsatz, eure Mitarbeit und euer Vertrauen wäre all das nicht möglich gewesen.

Die deutschen Farben als Trainer vertreten zu dürfen, hat uns mit Stolz erfüllt. Für uns beide war es noch einmal eine ganz neue und besondere Erfahrung, da wir vorher den Jugend- und Espoirbereich als Spieler selbst erlebt haben. Vor allem der Moment, in dem wir gemeinsam den Weltmeistertitel gefeiert haben, wird uns für immer in Erinnerung bleiben. Noch heute bekommen wir Gänsehaut, wenn wir daran zurückdenken.

Hinter diesen Erlebnissen stehen auch viele Menschen, die im Hintergrund Großartiges geleistet haben.

Ein besonderer Dank gilt unseren Betreuerinnen Alexandra (Racz) und Hilde (Winkler). Ihr standet immer hinter uns und habt uns in so vielen Bereichen unterstützt: bei der Betreuung der Jugendlichen, der Verpflegung während der Spiele und all den kleinen und großen Dingen, die dazugehören. Wir konnten mit euch über alles sprechen und uns auf euch verlassen. Für uns und die Jugendlichen wart ihr eine unersetzbare Stütze. Vielen Dank für alles!

Ebenso möchten wir uns bei Sebastian (Lechner) bedanken. Als Cheftrainer standest du uns jederzeit zur Seite und hast vieles möglich gemacht, was wir für unsere Arbeit gebraucht haben. In unzähligen Gesprächen und Telefonaten konnten wir offen und ehrlich mit dir über alles sprechen, was uns auf dem Herzen lag. Wir wussten immer, dass wir gemeinsam an einem Strang ziehen.

Mark-Oliver (Fitz), auch dir gebührt ein ganz besonderer Dank. Du warst immer für uns da und hast dir für unsere Anliegen unglaublich viel Zeit genommen. Ganz egal, zu welcher Uhrzeit wir dich gebraucht haben oder was bei dir privat gerade anstand: Du hattest ein offenes Ohr, hast uns mit deinem Rat geholfen und standest zu hundert Prozent hinter uns. Du hast uns den Rücken gestärkt, uns Vertrauen entgegengebracht und uns unterstützt, wo immer es möglich war. Das war alles andere als selbstverständlich. Für diesen Rückhalt sind wir dir unglaublich dankbar.

Ein großes Dankeschön geht an das gesamte DPV-Präsidium. Ihr habt uns trotz unseres jungen Alters die Verantwortung für den Jugendkader anvertraut und uns die Möglichkeit gegeben, eigene Ideen einzubringen und gemeinsam etwas zu bewegen. Dieses Vertrauen hat uns viel bedeutet.

Ein persönlicher Dank gilt unserem Präsidenten Michael (Dörhöfer). Michael, wir wissen zu schätzen, wie viel Zeit und Engagement du in deine Arbeit für den DPV investierst. Danke, dass du an uns geglaubt und dir auch für unsere Fragen und Anliegen immer Zeit genommen hast. Die offenen Gespräche mit dir und dein Verständnis für unsere Anliegen haben wir sehr geschätzt.

Danke auch an Marco (Kowalski) und Pascal (Verbregue) für die unkomplizierte und verlässliche Zusammenarbeit im Jugend- und Espoirsbereich. Der Austausch mit euch und die Zusammenarbeit mit den Espoirs haben sowohl uns als auch unsere Spielerinnen und Spieler weitergebracht. Es war schön zu wissen, dass wir uns jederzeit aufeinander verlassen konnten.

Ein herzliches Dankeschön gilt ebenso den anderen Bundestrainern im Senioren- und Veteranenbereich: Sascha (Koch), Lara (Koch), Steffen (Kleemann) und Rosario (Italia). Die guten Gespräche mit euch waren eine echte Bereicherung. Erfahrungen zu teilen und gemeinsam über Ideen nachzudenken, hat uns immer wieder neue Perspektiven eröffnet.

Beim gesamten DPV-Kommunikationsteam möchten wir uns für die großartige Arbeit bedanken. Ein besonderer Dank gilt Robin (Wendeler): Du hast eine wunderbare neue Dynamik mitgebracht und man spürt, mit wie viel Leidenschaft du diese Aufgabe ausübst. Der Austausch mit dir war immer offen, unkompliziert und wertvoll. Auch unsere Spielerinnen und Spieler haben sich bei dir jederzeit wohlgefühlt. Danke für dein Engagement und deine herzliche Art!

Nicht vergessen möchten wir die Jugendwartinnen und Jugendwarte und die Landesverbände. Euer Einsatz für die Jugendlichen und eure Unterstützung auf Landesebene waren ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Ohne euch wäre vieles nicht möglich gewesen.

Diese Zeit hat uns gezeigt, dass Erfolg immer das Ergebnis einer starken Gemeinschaft ist. Das Miteinander innerhalb des DPV, der dpj und der Landesverbände hat vieles möglich gemacht, auf das wir gemeinsam stolz sein können.

Zum Abschied möchten wir auch noch ein paar persönliche Worte aneinander richten.

Leon an Maurice:

Maurice, ohne dich wäre diese Zeit niemals dieselbe gewesen. Wir sind gemeinsam durch dick und dünn gegangen, haben Herausforderungen gemeistert, Entscheidungen getroffen und unzählige Gespräche geführt. Als Team haben wir uns ergänzt, konnten offen und ehrlich miteinander sprechen und uns blind aufeinander verlassen. Auch in schwierigen Situationen haben wir gemeinsam einen Weg gefunden. Wenn ich noch einmal vor der Entscheidung stehen würde, diese Reise anzutreten, würde ich sie jederzeit wieder mit dir wagen. Danke für alles!

Maurice an Leon:

Leon, du warst immer der Ruhepol in unserem Trainergespann. Ich hätte mir niemand Besseren vorstellen können, mit dem ich dieses Amt ausübe. Wir haben viel zusammen gelacht, aber auch schwierige Momente durchgestanden. Ich bin froh, dass ich dich an meiner Seite haben durfte. Danke für alles!

Unseren Nachfolgerinnen und Nachfolgern wünschen wir, dass sie eine ebenso schöne und erfüllende Zeit erleben dürfen wie wir. Wir werden die Entwicklung unserer bisherigen Schützlinge von zu Hause aus weiterverfolgen, mitfiebern und euch allen die Daumen drücken.

Am Ende bleiben neben Titeln, Medaillen und sportlichen Erfolgen vor allem die Erinnerungen, Begegnungen und Freundschaften. Momente, die uns niemand mehr nehmen kann.

Wir sind stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht und aufgebaut haben, und dankbar, dass wir ein Teil davon sein durften. Danke an alle, die uns auf diesem Weg begleitet, unterstützt und an uns geglaubt haben.

Es fällt schwer, dieses Kapitel zu schließen. Aber wir werden mit einem Lächeln, großer Dankbarkeit und auch ein wenig Wehmut darauf zurückblicken.

Danke für drei unvergessliche Jahre.

Euer Maurice und Leon

Drei Jahre in Bildern

Drei Jahre voller Lehrgänge, Reisen, internationaler Meisterschaften, großer Erfolge, Enttäuschungen, gemeinsamer Freude und unzähliger Erinnerungen lassen sich nur schwer in Worte fassen.

Deshalb möchten wir an dieser Stelle noch einmal einige dieser Momente in Bildern sprechen lassen.
Danke an Leon Gotha für die Bereitstellung dieses Abschiedsvideos:

Mark-Oliver Fitz: „Ihr hinterlasst große Fußstapfen“

„Lieber Maurice, lieber Leon,

drei Jahre habt Ihr als Bundestrainer für den DPV und die dpj viel geleistet. Drei Jahre, in denen Ihr Euch mit großem Engagement, viel Fachwissen und vor allem mit einer unglaublichen Verbundenheit zu unseren Spielerinnen und Spielern eingebracht habt.

Umso schwerer fällt es uns, Euch nun als Bundestrainer zu verabschieden.

Ihr geht auf eigenen Wunsch und aus nachvollziehbaren persönlichen Gründen. Natürlich respektieren wir diese Entscheidung, gleichzeitig ist sie für den DPV und die dpj ein herber Verlust. Ihr reißt ein großes Loch und hinterlasst große Fußstapfen.

Die Zusammenarbeit mit Euch war jederzeit von Professionalität, Vertrauen und einem offenen, stetigen Austausch geprägt. Es hat einfach Spaß gemacht, mit Euch zusammenzuarbeiten, gemeinsam Entwicklungen anzustoßen, Situationen zu besprechen und immer wieder nach den besten Lösungen für unsere Spielerinnen und Spieler zu suchen.

Besonders wertvoll war dabei Eure eigene Erfahrung. Ihr habt selbst als Jugendspieler den Weg in die Nationalmannschaft erlebt und seid diesen Weg bis zu den Espoirs gegangen. Ihr wusstet deshalb nicht nur aus der Theorie, was es bedeutet, für Deutschland zu spielen, mit Druck umzugehen, Erfolge und Rückschläge zu erleben und sich persönlich wie sportlich weiterzuentwickeln. Ihr konntet unseren Spielerinnen und Spielern Situationen aus eigener Erfahrung näherbringen und ihnen damit Dinge vermitteln, die weit über Technik und Taktik hinausgehen.

Genau das hat Euch als Trainer authentisch gemacht.

Ihr habt immer einen sehr guten Eindruck hinterlassen, ob beim Deutsch-Französischen Austausch, auf Welt- und Europameisterschaften oder bei internationalen Turnieren. Eure enge Verbundenheit zum Leistungssport und Euer Spaß an der Arbeit als Trainer waren jederzeit spürbar.

Dass diese Verbundenheit auch über Euer Ausscheiden hinaus bestehen bleibt, zeigt sich bereits darin, dass Ihr angeboten habt, den neuen Trainern bei Fragen und auch bei der Einarbeitung zur Seite zu stehen. Dafür möchte ich Euch ausdrücklich danken. Für uns ist ein kontinuierlicher Übergang besonders wichtig, damit unsere Spielerinnen und Spieler sich schnell auf die neue Situation einstellen können und die erfolgreiche Arbeit fortgeführt werden kann.

Ich bin mir sicher, dass auch Eure Nachfolger sich gut einbringen werden. Als DPV- und dpj-Team werden wir sie dabei unterstützen und ihnen helfen, schnell in ihre neuen Aufgaben hineinzufinden.

Ich persönlich möchte Euch aber nicht nur als Funktionsträger des DPV und der dpj danken. In den vergangenen Jahren seid Ihr mir auch persönlich ans Herz gewachsen. Deshalb fällt mir Euer Abschied nicht leicht.

Ich verstehe Eure Entscheidung und respektiere Euren Wunsch, zunächst anderen Dingen im Leben mehr Raum zu geben. Gleichzeitig weiß ich natürlich, dass Ihr nicht aus der Welt seid und dass uns die gemeinsame Leidenschaft für den Pétanque-Leistungssport weiterhin verbinden wird.

Trotzdem werde ich Euch als wertvolle Gesprächspartner im Pétanque vermissen. Ich werde die vielen guten Gespräche, den offenen Austausch und Eure Sichtweisen vermissen – fachlich, aber auch persönlich.

Ich wünsche Euch beiden für Euren weiteren Weg von Herzen alles Gute, viel Erfolg und vor allem die Zeit und den Raum, den Ihr für Euer privates Umfeld und Eure persönliche Entwicklung braucht.

Und wer weiß: Vielleicht führen Euch Eure Wege irgendwann wieder zurück.

Die Tür steht jedenfalls immer offen.

Danke für so vieles… Leon und Maurice!!!“

Herzliche Grüße
Mark-Oliver Fitz
DPV-Vizepräsident Jugend
Vorsitzender der Deutschen Pétanque-Jugend (dpj)

Robin Wendeler: Ein persönlicher Dank

„Auch ich möchte es mir an dieser Stelle nicht nehmen lassen, Leon Gotha und Maurice Racz ein paar persönliche Worte mit auf den Weg zu geben.

Als ich vor etwas mehr als einem Jahr begonnen habe, internationale Großveranstaltungen für das DPV-Kommunikationsteam zu begleiten, war vieles für mich neu. Bei den beiden großen Turnieren in Spanien 2025 wurde ich gewissermaßen ins kalte Wasser geworfen – und gleichzeitig vom ersten Moment an mit einer Offenheit und Herzlichkeit aufgenommen, die mir den Einstieg unglaublich leicht gemacht hat. Dafür bin ich Leon und Maurice, aber auch Mark-Oliver Fitz und dem gesamten dpj-Team bis heute sehr dankbar.

Inzwischen durfte ich innerhalb eines Jahres vier internationale Großveranstaltungen der Juniors und Espoirs aus nächster Nähe begleiten. Dabei habe ich nicht nur große sportliche Momente erlebt. Natürlich werden der EM-Titel der Espoirs-Frauen 2025 in Benejúzar oder der Weltmeistertitel von Maria Hein und Tobias Moritz im Tir de précision Juniors mixte in Isla Cristina immer besondere Erinnerungen bleiben. Noch viel prägender waren für mich aber auch all die vielen Momente dazwischen: die Gespräche vor und nach den Spielen, gemeinsame Freude, Enttäuschungen, Zweifel, Anspannung, Erleichterung – und immer wieder dieses besondere Gefühl, gemeinsam als deutsche Delegation unterwegs zu sein.

Von Beginn an hatte ich dabei dank euch das Gefühl, wirklich ein Teil dieses Teams zu sein. Gerade für meine Arbeit in der Kommunikation war das alles andere als selbstverständlich. Die Nähe zu den Spielerinnen und Spielern, die Offenheit innerhalb der Delegation und der ehrliche Austausch haben es mir ermöglicht, diese Turniere nicht nur von außen zu begleiten, sondern die Emotionen, Herausforderungen und besonderen Geschichten unmittelbar mitzuerleben.

Besonders beeindruckt hat mich dabei immer der Umgang von Leon und Maurice mit den jungen Spielerinnen und Spielern. Wer internationale Jugendmeisterschaften einmal aus nächster Nähe erlebt hat, weiß, wie viel Druck bei einer EM oder WM entstehen kann. Es geht um sportliche Erwartungen, verpasste Chancen, schwierige Entscheidungen und manchmal auch um Fehler, über die man selbst noch lange nachdenkt. All das betrifft nicht nur die Spielerinnen und Spieler, sondern natürlich auch die Menschen an der Seitenlinie.

Leon und Maurice sind mit diesen Situationen immer offen, ehrlich und wertschätzend umgegangen. Sie haben zugehört, erklärt, aufgebaut und Verantwortung übernommen. Dabei hatten sie einen bemerkenswerten Draht zu ihren Équipes: nahbar, verspielt und freundschaftlich, wenn es möglich war – klar, ernst und fokussiert, wenn es nötig wurde. Trotz aller Anspannung und allem sportlichen Ehrgeiz kam der Spaß dabei niemals zu kurz. Genau diese Mischung hat die Atmosphäre innerhalb der Teams aus meiner Sicht besonders gemacht.

Sicherlich hat beiden geholfen, dass sie selbst viele Jahre als Spieler im Jugend- und Espoirsbereich des DPV erlebt haben. Sie kennen daher die Situation auf der anderen Seite der Bande bestens und wissen aus eigener Erfahrung, wie sich große internationale Wettkämpfe anfühlen. Trotzdem ist es keineswegs selbstverständlich, in noch jungen Jahren eine solche Verantwortung zu übernehmen und sie mit so viel Ruhe, Fingerspitzengefühl und Überzeugung auszufüllen.

Auch fachlich konnten Leon und Maurice ihren Spielerinnen und Spielern unglaublich viel mitgeben. Als starke Pétanque-Spieler verfügen beide über einen großen eigenen Erfahrungsschatz – technisch, taktisch und mental. Vor allem aber hatten sie die Fähigkeit, dieses Wissen so weiterzugeben, dass junge Spielerinnen und Spieler daran wachsen konnten.

Für mich persönlich sind aus diesen gemeinsamen Reisen und Turnieren viele Erinnerungen entstanden, die ich niemals vergessen werde. Aus der zunächst rein beruflichen Zusammenarbeit ist mit der Zeit auch eine Freundschaft gewachsen. Ich bin beiden sehr dankbar dafür, wie selbstverständlich sie mich in das dpj-Team integriert haben und wie offen und vertrauensvoll unser Austausch von Beginn an war.

Zu diesem Dank gehört für mich aber auch die Anerkennung für all das, was man von außen oft gar nicht sieht. Die Arbeit als dpj-Coach bestand schließlich nicht nur aus Europa- und Weltmeisterschaften oder den wenigen Tagen, an denen die Nationalteams im Mittelpunkt der Öffentlichkeit standen. Leon und Maurice waren das ganze Jahr über gefordert: bei Kadersichtungen und Kaderlehrgängen, bei Trainings- und Vorbereitungsturnieren im In- und Ausland und bei der ständigen Frage, welche Spielerinnen und Spieler für welche Wettbewerbe nominiert werden. Dazu kamen viele Gespräche mit Jugendlichen und Eltern – und sicher auch einige der schwierigsten Momente dieser Aufgabe: jungen Menschen erklären zu müssen, warum es diesmal nicht für eine Nominierung gereicht hat, obwohl Einsatz, Hoffnung und Enttäuschung auf allen Seiten groß sind.

Man darf nicht unterschätzen, wie viel Zeit, Energie und vor allem Gedanken eine solche Aufgabe auch abseits der eigentlichen Turniere in Anspruch nimmt. Viele Entscheidungen beschäftigen einen lange, viele Gespräche finden im Hintergrund statt und vieles davon bleibt für Außenstehende unsichtbar. Leon und Maurice haben sich für diese Aufgabe in den vergangenen drei Jahren oft genug selbst hinten angestellt. Gerade deshalb kann ich ihren Wunsch sehr gut verstehen, nun wieder mehr Raum für das eigene Leben, persönliche Ziele und neue Herausforderungen zu haben. Umso größer ist mein Respekt und mein Dank für alles, was beide in dieser Zeit investiert haben.

Natürlich werde ich Leon und Maurice an der Seitenlinie vermissen.

Am letzten Abend der Europameisterschaft in Loutraki habe ich beiden mit einer Träne im Auge gesagt, dass sich für sie nun zunächst ein Kapitel und damit auch eine Tür schließt. Aber im Leben ist es häufig so, dass sich genau in diesem Moment andere Türen öffnen. Deshalb überwiegt bei aller Wehmut vor allem die Freude darüber, dass beide nun wieder mehr Zeit für ihr Privatleben, ihre eigenen Ziele und neue Herausforderungen haben werden.

Und ich bin mir ziemlich sicher: Aus der Pétanque-Welt werden Leon und Maurice nicht verschwinden. Vielleicht sehen wir sie künftig sogar wieder häufiger selbst mit den Kugeln in der Hand auf nationalem und möglicherweise auch internationalem Parkett – denn auch das ist durch die zeitintensive Arbeit mit der Jugend in den vergangenen Jahren sicherlich manchmal zu kurz gekommen.

Für alles, was vor Euch liegt, wünsche ich Euch von Herzen nur das Beste.

Danke für die vielen Gespräche, für Euer Vertrauen, für Eure Offenheit, für die gemeinsamen unvergesslichen Momente – und vor allem dafür, dass Ihr mir den Einstieg in dieses besondere Team so leicht gemacht habt.

Ich werde die gemeinsamen Reisen und Turniere immer mit großer Dankbarkeit in Erinnerung behalten.

Danke für alles, Leon und Maurice!“

Robin Wendeler
DPV-Kommunikationsteam

Erinnerungen an drei gemeinsame Jahre

Neben dem Abschiedsvideo von Leon Gotha möchten wir zum Abschluss auch einige besondere Momente aus den vergangenen drei Jahren noch einmal bildlich festhalten.

2024: EM Espoirs & Juniors in Isla Cristina
2025: EM-Titel der Espoirs Frauen in Benejúzar
2025: WM Juniors in Isla Cristina
WM-Titel für Tobias Moritz und Maria Hein
2026: WM Juniors in Santa Susanna
2026: EM Espoirs & Juniors in Loutraki
Leon Gotha mit den Juniors Mädchen in Loutraki
Maurice Racz mit den Juniors Jungen in Loutraki

Danke Leon Gotha und Maurice Racz!!!