EM 2026 – DPV beendet EM-Wochen in Loutraki mit vielen starken Momenten
von Robin Wendeler · Veröffentlicht · Aktualisiert
Intensive Tage in Griechenland liegen hinter den deutschen Delegationen. Nach den Europameisterschaften der Juniors und Espoirs ging am Sonntag auch die Frauen-EM im SPORTCAMP Loutraki zu Ende.
Während Belgien seinen Europameistertitel im Triplette verteidigte und Yagmur Tosun aus der Türkei Gold im Tir de précision gewann, kann auch der DPV auf erfolgreiche und emotionale Tage in Griechenland zurückblicken: drei Bronzemedaillen bei den Juniors und Espoirs, zahlreiche starke Platzierungen und eine junge Frauen-Équipe, die mit einer perfekten Vorrunde und mehreren spektakulären Spielen auf sich aufmerksam machte.
Belgien verteidigt den Europameistertitel
Im Finale der Frauen-Europameisterschaft trafen mit Belgien und Frankreich zwei der spielstärksten Mannschaften des gesamten Turniers aufeinander.
Und das Endspiel hielt, was die Namen versprachen. Von Beginn an entwickelte sich ein Finale auf sehr hohem Niveau. Hohe Aufnahmen wechselten sich auf beiden Seiten ab, beide Mannschaften gingen mutig ins Risiko und produzierten nur wenige Fehlkugeln.
Gerade durch geschossene Kugeln wurde immer wieder Druck aufgebaut, während auch die Legeleistungen konstant hoch blieben. Das sorgte für ein sehenswertes und bis zum Ende spannendes Finale. Am Ende setzte sich Belgien mit 13:11 durch und verteidigte damit den bereits 2024 in Santa Susanna gewonnenen Europameistertitel. Das hochklassige Finale kann nachträglich auf dem offiziellen CEP-YouTube-Kanal angesehen werden.
Frauen-EM Triplette
🥇 Belgien
🥈 Frankreich
🥉 Türkei und Spanien
Zweites EM-Gold innerhalb weniger Tage für Yagmur Tosun
Auch das Finale im Tir de précision endete mit einem bemerkenswerten Erfolg. Die Türkin Yagmur Tosun setzte sich mit 25:20 gegen Ranu Homniam aus Norwegen durch und gewann damit ihren zweiten Europameistertitel innerhalb weniger Tage.
Erst wenige Tage zuvor hatte die 16-jährige Yagmur Tosun bereits mit den Juniors Mädchen den Titel im Triplette gewonnen. Hinzu kam bei der Frauen-EM noch Bronze im Triplette. Damit verlässt sie Loutraki mit beeindruckenden drei EM-Medaillen: zweimal Gold und einmal Bronze.
Ranu Homniam hatte zuvor im Halbfinale mit herausragenden 48 Punkten gegen Nelly Peyre eines der besten Resultate der gesamten Frauen-EM erzielt und dabei nur knapp den Europarekord verpasst.
Frauen-EM Tir de précision
🥇 Yagmur Tosun – Türkei
🥈 Ranu Homniam – Norwegen
🥉 Jessica Meskens – Belgien
🥉 Nelly Peyre – Frankreich
Polen gewinnt den Nations Cup
Auch im Nations Cup fiel am Sonntag die letzte Entscheidung. Im Finale setzte sich Polen nach 5:12-Rückstand mit 13:12 gegen Monaco durch.
Nations Cup
🥇 Polen
🥈 Monaco
🥉 Luxemburg und Estland
Türkei wird zur erfolgreichsten Nation von Loutraki
Eine der großen Geschichten dieser beiden Europameisterschaften schrieb ohne Zweifel die türkische Delegation. Über die insgesamt zehn Wettbewerbe der Juniors, Espoirs und Frauen hinweg sammelte die Türkei sechs der möglichen Medaillenplätze – darunter vier Europameistertitel.
Damit war die türkische Delegation die erfolgreichste Nation der gesamten Europameisterschaften in Loutraki. Das dürfte vor Turnierbeginn nicht unbedingt von vielen erwartet worden sein. Gleichzeitig kommt diese Entwicklung nicht aus dem Nichts.
Seit einigen Jahren wird in der Türkei verstärkt in Schul- und Trainingsprogramme für Pétanque investiert. Gerade junge Spieler*innen bekommen dadurch frühzeitig strukturierte Trainingsmöglichkeiten und regelmäßige Wettkampfpraxis.
Die Ergebnisse von Loutraki zeigen eindrucksvoll, welche Früchte diese langfristige Arbeit inzwischen trägt. Mit Yagmur Tosun und Sedanur Öksüz (beide je drei Medaillen) standen gleich mehrere junge türkische Spielerinnen sowohl im Nachwuchs- als auch im Frauenbereich im Mittelpunkt dieser Europameisterschaften.
Drei deutsche Medaillen bei Juniors und Espoirs
Auch aus deutscher Sicht bleiben viele positive Erinnerungen. Bei den Europameisterschaften der Juniors und Espoirs gewann Deutschland dreimal Bronze:
🥉 Maria Hein – Tir de précision Juniors Mädchen
🥉 Maya Gwenner, Maria Hein, Alina Kettner und Anna Timmer – Juniors Mädchen – Triplette
🥉 Annika Heine, Ella Koch, Tatjana Löffler und Mercedes Strokosch – Espoirs Frauen – Triplette
Besonders bemerkenswert war dabei die Breite der deutschen Leistungen. Alle vier Nachwuchs-Triplettes qualifizierten sich für die K.o.-Runde und erreichten damit mindestens die besten acht Europas.
Auch im Tir de précision schafften drei der vier deutschen Starter*innen den Sprung ins Viertelfinale. Maria Hein ging sogar noch einen Schritt weiter und gewann Bronze. Im Halbfinale gegen die Türkin Sedanur Öksüz entwickelte sich eines der spannendsten Duelle der gesamten Europameisterschaft. Maria kämpfte sich im letzten Atelier noch auf 33:33 heran und erzwang mit einem nervenstarken Treffer auf das Cochonnet das Stechen. Erst dort setzte sich Sedanur Öksüz durch.
Frauen sorgen für eine perfekte Vorrunde
Auch die junge deutsche Frauen-Équipe um Celine Grauer, Silvana Lichte, Gina Müller und Julia Reimers hinterließ einen starken Eindruck. Deutschland gewann alle fünf Vorrundenspiele und ging als Nummer eins der Setzliste in die K.o.-Phase.
Schon der gesamte Freitag zeigte, wie geschlossen und selbstbewusst diese Mannschaft auftreten kann. Nach Siegen über Griechenland, Dänemark und Tschechien stand der Einzug ins Achtelfinale bereits frühzeitig fest. Doch die Équipe ließ nicht nach. Gegen Schweden wurde ein 0:5-Rückstand noch in einen 13:8-Sieg gedreht.
Und anschließend folgte auf dem Carré d’Honneur eines der besten deutschen Spiele der gesamten EM. Gegen Frankreich – später immerhin Vize-Europameister – entwickelte sich ein hochklassiger und offensiver Schlagabtausch. Deutschland spielte mutig, Celine Grauer zeigte als Tireurin zahlreiche starke Treffer und Carreaux und in der entscheidenden Phase gelang der deutschen Équipe sogar ein Sechserpack. Am Ende stand ein verdienter 13:10-Sieg gegen Frankreich. Fünf Spiele. Fünf Siege. Platz eins nach der Vorrunde!
Zwei Stunden Krimi gegen Norwegen
Im Achtelfinale wartete anschließend Norwegen. Und dieses Spiel sollte noch einmal alles bieten. Deutschland führte früh deutlich mit 8:1 und schien die Partie unter Kontrolle zu haben. Doch die Norwegerinnen kämpften sich zurück – auch dank der starken Tireur-Vize-Europameisterin Ranu Homniam. Nach über einer Stunde ohne gewonnene Aufnahme stand es 8:11 aus deutscher Sicht.
Deutschland musste reagieren. Und genau das tat die Équipe. Mit viel Moral, Geduld und einigen starken Kugeln drehte Deutschland das Spiel noch einmal. Beim Stand von 10:11 folgte schließlich die letzte entscheidende Aufnahme und Celine Grauer beendete die Partie mit einem krachenden Carreau.
Deutschland – Norwegen 13:11. Nach mehr als zwei Stunden lagen sich Spielerinnen und Delegation in den Armen. Auch aus medialer Sicht wurde dieses Achtelfinale zu einem besonderen Moment: Mehr als 1.600 Zuschauer*innen gleichzeitig verfolgten in der Spitze den DPV-Livestream – rekordverdächtig.
Belgien beendet den deutschen Lauf
Viel Zeit zur Erholung blieb Deutschland danach nicht. Da das Achtelfinale gegen Norwegen als letztes Spiel auf dem gesamten Gelände beendet wurde, blieben gerade einmal rund 15 Minuten Pause bis zum Viertelfinale gegen Belgien.
Die Belgierinnen erwischten den deutlich besseren Start. Nach zwei Aufnahmen stand es bereits 0:8. Deutschland kämpfte sich noch einmal etwas heran und verkürzte auf 2:8.
Beim Stand von 2:10 eröffnete sich sogar noch einmal die Möglichkeit auf eine hohe Aufnahme – doch der entscheidende letzte Schuss verfehlte sein Ziel. Belgien ließ anschließend nichts mehr anbrennen und setzte sich verdient durch. Damit endete die deutsche Frauen-EM unter den besten acht Europas.
Dass Belgien einen Tag später den Europameistertitel verteidigte, unterstrich noch einmal die Qualität dieses Viertelfinalgegners.
Vier Re-Lives, die man gesehen haben sollte
Während der beiden Europameisterschaften wurden zahlreiche deutsche Begegnungen live übertragen. Vier davon stehen sinnbildlich für diese intensiven Tage in Loutraki.
1. Juniors Mädchen gegen Frankreich
Im Live-Stream spielten die Espoirs Männer gegen Italien – dort gab es leider eine 7:13-Niederlage aus deutscher Sicht. Im Viertelfinale der Juniors Mädchen auf der Nachbarbahn lag Deutschland bereits mit 0:7 zurück. Danach erzielten Maya Gwenner, Maria Hein, Alina Kettner und Anna Timmer 13 Punkte in Folge.
Mit 13:7 gewann Deutschland die Partie und sicherte sich damit die Bronzemedaille.
2. Maria Hein gegen Sedanur Öksüz
Das Tireur-Halbfinale der Juniors Mädchen wurde zu einem der dramatischsten Duelle der gesamten Europameisterschaft. Maria Hein kämpfte sich mit ihrem letzten Schuss noch auf 33:33 und erzwang das Stechen. Erst dort setzte sich Sedanur Öksüz durch.
3. Deutschland gegen Schweden und Frankreich
Im offiziellen CEP-Stream sind die beiden letzten Vorrundenspiele der deutschen Frauen noch einmal komplett zu sehen.
Deutschland – Schweden: ab ca. 2:09:00
Deutschland – Frankreich: ab ca. 4:03:00
Gerade das Spiel gegen Frankreich gehört zu den absoluten Highlights der deutschen EM.
4. Der Achtelfinal-Krimi der Frauen gegen Norwegen
Mehr als 1.600 Zuschauer*innen gleichzeitig verfolgten in der Spitze den DPV-Livestream.
Nach mehr als zwei Stunden Spielzeit entschied die deutsche Équipe die sehenswerte und äußerst spannende Partie mit einem Carreau zum 13:11.
Michael Dörhöfer: „Das war etwas zum Vorzeigen“
Auch DPV-Präsident Michael Dörhöfer verfolgte die Europameisterschaften intensiv von Deutschland aus und war selbst bei zahlreichen Livestreams live dabei.
Besonders die Leistung der deutschen Frauen-Équipe beeindruckte ihn.
„Was für eine Europameisterschaft! Was für eine Leistung unserer jungen Nationalmannschaften! Als Präsident des DPV muss ich erst einmal den Hut ziehen – vor einer jungen Frauen-Équipe, die im Vergleich zu vielen anderen Nationen deutlich weniger eingespielt war und auch wesentlich weniger Möglichkeiten hat, regelmäßig Pétanque zu spielen.
Und trotzdem war es eine wahre Freude, die Spiele unserer Mannschaft verfolgen zu dürfen. Ich weiß nicht, wann wir zuletzt eine deutsche Mannschaft erlebt haben, die eine derart überzeugende Vorrunde gespielt hat. Und dann auch noch Frankreich schlägt – ein Topteam, gespickt mit französischen Meisterinnen! Dass unsere Frauen dieses Team nicht nur bezwingen, sondern im direkten Duell auch noch einen Sechserpack legen, ist außergewöhnlich. Das ist ganz großer Sport!
Unsere Herren haben im vergangenen Jahr eindrucksvoll gezeigt, wozu eine deutsche Mannschaft auf internationalem Parkett in der Lage ist. Dass unsere Frauen nun ebenfalls demonstrieren, dass sie mit den absoluten Topnationen mithalten und sie sogar schlagen können, macht mich unglaublich stolz.“
Auch das dramatische Achtelfinale gegen Norwegen und die unmittelbar folgende Niederlage gegen Belgien ordnete Dörhöfer ein:
„Auch das Spiel gegen Norwegen verdient einen genaueren Blick. Die Norwegerin, die am Ende im Tireur-Finale stand, verhinderte mit einer herausragenden Rettungskugel beim Stand von 2:8 ein möglicherweise schnelles Ende der Partie. Dadurch musste unsere Mannschaft deutlich länger spielen und nahm diese zusätzliche Belastung auch mit in das anschließende Spiel gegen Belgien.
Deshalb möchte ich die Niederlage gegen Belgien gar nicht allein am Spielerischen festmachen. So ist Pétanque: Wer lange auf dem Platz steht, hat weniger Erholungszeit. Wer dagegen länger pausieren kann, geht unter Umständen mit frischeren Beinen und einem klareren Kopf ins nächste Spiel. Manchmal entscheiden genau diese zusätzlichen Körner, diese kleinen Bruchteile von Sekunden und die letzte Konzentration. Für mich steht deshalb vor allem eines im Mittelpunkt: Unsere vier Spielerinnen und unsere Trainerin haben Hervorragendes geleistet.
Das Auftreten, die Qualität der gespielten Kugeln, der Zusammenhalt und der Mut, auch gegen die großen Nationen selbstbewusst aufzutreten – das war einfach wow. Das war etwas zum Vorzeigen. Das war ein Vorbild für unseren Sport!“
Die Betreuung rund um die Europameisterschaften hob der DPV-Präsident ausdrücklich hervor:
„Auch organisatorisch haben wir in diesem Jahr an wichtigen Stellschrauben gedreht. Mit Johanna Stolze war erstmals beziehungsweise in dieser Konstellation eine Physiotherapeutin dabei, die sich um unsere Spielerinnen kümmern konnte. Ich halte das für einen wichtigen Baustein und bin überzeugt, dass wir diesen Weg auch künftig fortsetzen sollten. Unsere Athletinnen verdienen bestmögliche Unterstützung.
Vielen Dank an Gina, Celine, Silvana und Julia sowie an unsere Nationaltrainerin Lara. Ihr habt uns begeistert, stolz gemacht und gezeigt, was mit Leidenschaft, Qualität und Teamgeist möglich ist. Ihr habt unseren Sport hervorragend repräsentiert und euch großen Respekt verdient.
Das war großer Sport! Danke, Mädels!“
„Ihr habt uns das Gefühl gegeben, mittendrin zu sein“
In einem zweiten Statement richtete Michael Dörhöfer seinen Blick ausdrücklich auf die Berichterstattung aus Loutraki.
Das DPV-Kommunikationsteam um Robin Wendeler, Manuel Strokosch und Matthias Karczewski begleitete die deutschen Mannschaften über beide Europameisterschaften hinweg mit Livestreams, Fotos, Social Media, Website-Artikeln und Live-Kommentaren.
Michael Dörhöfer:
„Zwei Wochen voller spannender Spiele, großer Emotionen und sportlicher Höhepunkte liegen hinter uns. Drei Medaillen und viele starke Leistungen unserer Nationalmannschaften sind ein toller Grund, optimistisch nach vorne zu schauen. Aber heute möchte ich ganz bewusst den Blick auf diejenigen richten, die uns diese Europameisterschaft nach Hause gebracht haben: unser Kommunikationsteam.
Ein ganz großes Dankeschön an Robin, Manuel und Matthias! Ihr habt uns über viele Stunden und viele Tage hinweg mit Bildern, Informationen und Emotionen versorgt. Ihr habt uns ermöglicht, so nah wie selten zuvor bei unseren Spielerinnen und Spielern zu sein. Wir konnten deutlich mehr Spiele verfolgen, mitfiebern, mitjubeln und auch mit unseren Teams leiden.“
Besonders die internationale Zusammenarbeit bei den Livestreams hob der DPV-Präsident hervor. Während der Frauen-EM kommentierte Robin Wendeler gemeinsam mit einem französischen Kollegen im offiziellen CEP-Stream.
„Dann gab es noch ein ganz besonderes Novum: Robin gemeinsam mit einem französischen Kollegen im Livestream. Eine solche Zusammenarbeit mit anderen Nationen hatte es in Ansätzen bereits zuvor gegeben. Doch die gemeinsame Übertragung mit einem französischen Kommentator war etwas ganz Besonderes.
Wenn ein Franzose während der Übertragung anfängt, Deutsch zu sprechen, dann haben wir etwas richtig gemacht. Denn genau das ist es, was unseren Sport ausmacht: Wir sind Konkurrenten auf dem Platz, aber wir sind auch eine große Pétanque-Familie. Wir feiern gemeinsam, wir leiden gemeinsam und wir genießen gemeinsam unseren Sport – über Ländergrenzen und Sprachbarrieren hinweg.“
Dörhöfer sieht darin auch einen wichtigen Schritt für die weitere Entwicklung der medialen Präsenz des Pétanque-Sports:
„Diese Freude habt ihr transportiert. Natürlich haben auch die großartigen Auftritte unserer Nationalmannschaften dazu beigetragen. Aber es braucht Menschen hinter der Kamera, am Mikrofon und bei der Berichterstattung, die diese Emotionen einfangen und weitergeben können. Ich bin überzeugt, dass unser Kommunikationsteam gemeinsam mit den Ausrichtern und den Verantwortlichen vor Ort einen großen Schritt nach vorne gemacht hat.
Drei Medaillen, viele starke sportliche Leistungen und eine Berichterstattung, die uns so nah wie selten zuvor an das Geschehen gebracht hat – darauf können wir gemeinsam aufbauen. Mein Wunsch ist, dass wir diesen Weg konsequent weitergehen. Wir wollen unseren Sport noch transparenter machen, noch mehr Menschen erreichen und Pétanque in die Wohnzimmer, auf die Smartphones und auf die Tablets bringen.
Ihr habt uns nicht einfach nur Bilder und Videos geliefert. Ihr habt uns das Gefühl gegeben, mittendrin zu sein. Vielen, vielen Dank!“
Ein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang auch der Confédération Européenne de Pétanque, die während der Europameisterschaften zahlreiche Spiele kostenlos über den eigenen YouTube-Kanal zugänglich machte und eine enge Zusammenarbeit mit den nationalen Kommunikationsteams ermöglichte.
Zwei deutsche Schiedsrichter in Loutraki
Auch abseits der deutschen Nationalmannschaften war der DPV bei der Frauen-EM vertreten. Graziano Cecchetti und Gordon Michael waren während der Europameisterschaft als Schiedsrichter im SPORTCAMP Loutraki im Einsatz. Beide absolvierten während der Veranstaltung außerdem ihre Prüfung zum CEP-Schiedsrichter. Die Ergebnisse werden erst in einigen Wochen erwartet.
Der DPV drückt beiden selbstverständlich die Daumen für eine bestandene Prüfung!
Danke an eine große deutsche Delegation
Die intensiven Tage der Europameisterschaften in Griechenland lassen sich nicht allein anhand von Ergebnissen und Medaillen erzählen.
Hinter den Spieler*innen stand eine große Delegation, die von Beginn an eng zusammenarbeitete. Der DPV bedankt sich bei allen deutschen Sportler*innen sowie bei den Coaches:
Maurice Racz, Leon Gotha, Pascal Verbregue, Marco Kowalski und Lara Koch.
Ein großer Dank gilt ebenso den beiden Chef d’Équipes:
Mark-Oliver Fitz und Karl-Josef Flühr.
DPV-Sportdirektor und Cheftrainer Sebastian Lechner begleitete beide Europameisterschaften ebenso wie Johanna Stolze, die erstmals über den gesamten Zeitraum als Übungsleiterin für Rehabilitation und Physiotherapeutin Teil der deutschen Delegation war. Betreuerin Hilde Winkler gehörte bei den Juniors und Espoirs zu den wichtigen Stützen im Hintergrund. Nicht vergessen werden dürfen außerdem die mitgereisten Eltern und Fans, die die deutschen Mannschaften vor Ort unterstützten.
Und natürlich die vielen Zuschauer*innen zuhause. Über Stunden wurden Livestreams verfolgt, im Chat mitgefiebert, Siege gefeiert und bei schwierigen Momenten die Daumen gedrückt. Gerade diese Resonanz hat den Verantwortlichen vor Ort immer wieder gezeigt, wie groß das Interesse an internationalem Pétanque inzwischen auch in Deutschland ist.
Loutraki 2026 – viel mehr als drei Medaillen
Drei deutsche Bronzemedaillen stehen am Ende dieser zwölf Tage in den Ergebnislisten. Doch diese Europameisterschaften waren aus deutscher Sicht deutlich mehr.
Junge Spieler*innen haben auf internationalem Niveau Verantwortung übernommen. Alle vier Nachwuchs-Triplettes erreichten die K.o.-Runde. Drei Nachwuchs-Tireur*innen standen im Viertelfinale. Maria Hein gewann Bronze. Die Juniors Mädchen drehten gegen Frankreich ein 0:7 noch in ein 13:7. Die Frauen gewannen fünf Vorrundenspiele in Folge. Deutschland besiegte Frankreich im Verlauf der Europameisterschaft gleich dreimal. Gegen Norwegen wurde ein beinahe verloren geglaubtes Frauen-Achtelfinale noch gedreht.
Und auch wenn nicht jeder dieser Wege mit einer Medaille endete, haben diese Spiele gezeigt, welches Potenzial im deutschen Pétanque steckt. Viele der Spieler*innen stehen noch am Anfang ihrer internationalen Laufbahn.
Wenn sie weiterhin gefördert werden, regelmäßig internationale Erfahrungen sammeln und gemeinsam wachsen können, dürfen wir uns auf die kommenden Jahre freuen. Intensive Tage in Griechenland gehen zu Ende – viele Bilder und Geschichten werden bleiben.
