Historischer Meilenstein: Deutschland erstmals beim Masters de Pétanque
von Robin Wendeler · Veröffentlicht · Aktualisiert
Der deutsche Pétanque-Sport schreibt ein weiteres Kapitel seiner jüngeren Erfolgsgeschichte: Erstmals überhaupt wird eine deutsche Mannschaft beim prestigeträchtigen
Masters de Pétanque vertreten sein. Für den Deutschen Pétanque Verband ist dies ein historischer Moment – und gleichzeitig ein weiteres Zeichen für die beeindruckende Entwicklung des deutschen Pétanque auf internationaler Bühne.
Mit Matthias Laukart, Tobias Müller, Daniel Reichert und Moritz Rosik reist dabei kein unbekanntes Quartett nach Frankreich. Die vier Spieler sorgten im vergangenen Jahr bei der Europameisterschaft 2025 in Spanien bereits für einen historischen Erfolg und gewannen den EM-Titel.
Die offizielle Bekanntgabe durch die Veranstalter des Masters de Pétanque sorgte bereits für große Aufmerksamkeit in der internationalen Pétanque-Szene. Das Video zur historischen ersten Teilnahme Deutschlands haben wir Euch hier ebenfalls eingebunden:
Offizielles Bekanntgabe-Video:
Deutschland erstmals beim Masters de Pétanque!
Europas Champions auf großer Bühne
Unsere Jungs Matthias Laukart, Tobias Müller, Daniel Reichert und Moritz Rosik haben im vergangenen Jahr herausragendes Pétanque gespielt. Unter anderem mit Siegen über den amtierenden Triplette-Weltmeister Italien und im Finale Frankreich zeigte das Team eindrucksvoll, welches Niveau Deutschland inzwischen erreicht hat.
Wer den historischen Triumph unserer vier Europameister noch einmal erleben möchte, kann sich hier das EM-Finale 2025 gegen Frankreich in Santa Susanna (Spanien) anschauen:
EM-Finale Deutschland – Frankreich 2025
Nun folgt das nächste historische Kapitel: Zum ersten Mal überhaupt ist eine deutsche Mannschaft beim Masters de Pétanque vertreten.
Was ist das Masters de Pétanque?
Das Masters de Pétanque zählt seit seiner Gründung Ende der 1990er-Jahre zu den renommiertesten Turnierserien des internationalen Pétanque-Sports. Über mehrere Stationen in verschiedenen französischen Städten treffen dort die besten Spieler und Nationalteams der Welt aufeinander. Zahlreiche Weltmeister, Europameister und französische Spitzenspieler standen hier bereits auf den Spielfeldern.
Für Spieler weltweit gilt eine Einladung als besondere Auszeichnung – sie steht für internationale Anerkennung, sportliche Klasse und hohes Ansehen innerhalb der Pétanque-Welt.
Einladung als Zeichen des Respekts
Diese Einladung ist sicher kein Zufall. DPV-Präsident Michael Dörhöfer äußerte sich hierzu folgendermaßen:
„Nach Aussage des Ausrichters erfolgte die Auswahl Deutschlands aufgrund der insgesamt herausragenden Leistungen der deutschen Équipes im vergangenen Jahr. Zudem wurde das deutsche Team auch von den Spielern selbst vorgeschlagen – ein klares Zeichen dafür, welchen Respekt sich unsere Mannschaft international erarbeitet hat.“
Internationale Weltklasse am Start
Dass die Einladung Deutschlands etwas Besonderes ist, zeigt auch ein Blick auf die bisher veröffentlichten Teams des Masters de Pétanque 2026. Zahlreiche absolute Weltstars des Sports werden auf den Bahnen stehen – darunter mehrere Welt- und Europameister sowie einige der erfolgreichsten Spieler der vergangenen Jahrzehnte.
Diese sechs Équipes wurden bisher offiziell vom Veranstalter bestätigt:
• Équipe Bonetto: Mickaël Bonetto, Christophe Sarrio, Ludovic Montoro, Yohan Cousin
• Équipe Wild Card: Henri Lacroix, Philippe Suchaud, Philippe Quintais, Laurent Matraglia
• Équipe Rocher: Dylan Rocher, Stéphane Robineau, Diego Rizzi, Jean-Michel Puccinelli
• Équipe Doerr: Ligan Doerr, Christian Andriantseheno, Baldwin Magny, Sébastien Rousseau
• Équipe Durk: Maison Durk, Nelson Zigler, Elie Benmergui, Mayron Baudino
• Équipe Allemagne: Matthias Laukart, Tobias Müller, Daniel Reichert, Moritz Rosik
Schon diese ersten Bekanntgaben zeigen eindrucksvoll: Unsere vier Deutschen treffen auf einige der größten Namen, die der internationale Pétanque-Sport aktuell zu bieten hat.
Das Masters de Pétanque wird über insgesamt sieben Etappen in verschiedenen französischen Städten ausgetragen. Über mehrere Wochen hinweg treffen dort die Teams der Serie aufeinander, ehe am Ende das „Final Four“ wartet.
Hinter dem Erfolg steckt mehr als nur Leistung
Was häufig im Hintergrund bleibt: Die Teilnahme an einer solchen Turnierserie bringt für Spieler und Umfeld einen enormen Aufwand mit sich. Die Veranstaltungen finden überwiegend unter der Woche statt und bedeuten erhebliche Reisebelastungen.
„Umso wichtiger ist es, an dieser Stelle auch den Partnern, Familien und dem persönlichen Umfeld der Spieler zu danken, die diese Teilnahme mittragen und unterstützen.“
Wir sind sehr dankbar, dass sie dies ermöglichen – für die Spieler wie auch für den deutschen Pétanque-Sport ist diese Teilnahme ein wahr gewordener Traum.
Außerdem möchten wir uns herzlich bei den Coaches und Sponsoren bedanken, die dieses Vorhaben unterstützen. Dazu wird es zu einem späteren Zeitpunkt noch eine gesonderte Mitteilung geben.
Blick nach Frankreich
Es werden viele große Namen der internationalen Pétanque-Szene am Start sein. Wir freuen uns auf hochklassige Spiele und auf die besonderen Momente für unsere Spieler, wenn sie gegen ihre Idole und einige der ganz Großen dieses Sports antreten dürfen.
Das Präsidium hofft auf Unterstützung vor Ort:
„Wir erhoffen uns natürlich, dass der ein oder andere Fan den Weg nach Frankreich finden wird, um unsere Mannschaft zu unterstützen. Auch das Präsidium wird – wann immer es möglich ist – bei den Veranstaltungen vor Ort präsent sein.“
Deutschland ist erstmals beim Masters de Pétanque vertreten – allein das ist bereits historisch. Nun beginnt für Matthias Laukart, Tobias Müller, Daniel Reichert und Moritz Rosik das nächste Kapitel einer außergewöhnlichen Reise.
Auf geht’s Matze, Tobse, Daniel und Moritz – ganz Pétanque-Deutschland drückt Euch die Daumen!
