DPV beim „Coaching for Coaches“ der CEP in Luxembourg
von Robin Wendeler · Veröffentlicht · Aktualisiert
Auf Einladung der Confédération Européenne de Pétanque (CEP) begaben sich Antje Freudenthal und Henry Jürgens aus dem DPV-Lehrteam vom 28. bis 31. Mai 2026 zur Fortbildung ins Boulodrome National in Belvaux.
Mit William Roux (Chefausbilder), Cyntia Cantiget (Expertin für Strategie) und Marion Daniel (Expertin für Athletiktraining) leiteten drei hauptamtliche Kräfte der FFPJP die dreitägige Fortbildung mit Delegationen aus acht europäischen Verbänden.
Athletik, Jugendarbeit und Jahrestrainingspläne
Marion Daniel beschäftigt sich in ihrer Masterarbeit mit der Förderung der körperlichen Fitness von Pétanque-Spieler*innen auf höherem Niveau und deren Effekten auf die Leistungsfähigkeit im Wettkampf. In diesem Zusammenhang ging es während der Fortbildung viel um Jugendarbeit, Jahrestrainingspläne sowie deren praktische Umsetzung in Kadern.
Taktik, Strategie und Vermittlung in der Praxis
Bei Cyntia Cantiget und William Roux lernten die Teilnehmenden viel über die Vermittlung taktischer Inhalte in der Praxis. Es wurden Übungsformen und Spielformen entwickelt, vorgestellt und diskutiert.
Weiterhin wurde deutlich gemacht, dass die FFPJP großen Wert auf strategische Schulung legt, die jedoch nur einen Teil des großen Bereichs Taktik darstellt. Den roten Faden im Ausbildungssystem der FFPJP bildet dabei immer das Lehrbuch „Une autre idée de la Pétanque“.
Das DPV-Lehrteam arbeitet ebenfalls mit Ideen aus „Une autre idée de la Pétanque“ und befindet sich bereits seit einigen Jahren inhaltlich auf Augenhöhe mit der FFPJP. In Belvaux entstand ein wertschätzender und interessanter Austausch über Details in der Vermittlung didaktischer und methodischer Ansätze in den Ausbildungen des DPV und der FFPJP.
Einblicke ins Jeu Provençal
Besonders spannend wurde es am Samstag, als Thierry und Christophe von der FFPJP anreisten und den Teilnehmenden das Jeu Provençal in einem Schnellkurs vermittelten.
Interessante Einblicke in die etwas unterschiedlichen Philosophien von Jeu Provençal und Pétanque wurden durch ein praktisches Trainingsprogramm ergänzt. Als Ergänzung lassen sich Elemente aus dem Jeu Provençal, insbesondere im Bereich Gleichgewicht und Dynamik, gut in das Training für Pétanque-Spieler*innen integrieren.
Eine stärkere Kooperation zwischen Jeu Provençal und Pétanque scheint sich für beide Sportarten zu lohnen.
Austausch auf europäischer Ebene
Was bleibt sonst noch?
Vor allem sehr viel Austausch zwischen den europäischen Verbänden. Es wurden Ideen entwickelt und Kontakte geknüpft, um den Bereich Training in unserem Sport gemeinsam weiterzuentwickeln.
Zugleich wurde ein klares Statement für Europa und die Förderung von Pétanque als Leistungssport gesetzt. FFPJP und DPV sind durch diese Fortbildung näher zusammengerückt. Von dieser Kooperation im Zentrum Europas könnte ein Impuls ausgehen, die Trainingswissenschaften im Bereich Pétanque weiterzuentwickeln.
Einige asiatische Nationen arbeiten seit einigen Jahren sehr konsequent im Bereich Training im Leistungssport. Auch das ist eine gute Motivation, in Europa im Bereich Training noch professioneller zu werden.
Diese Fortbildung war daher ein sehr guter Schritt in die richtige Richtung.
Vielen Dank an die CEP!
Das DPV-Lehrteam freut sich auf eine Fortsetzung der gemeinsamen Fortbildungsarbeit.
Henry Jürgens
Vorsitzender des DPV-Ausschusses für Training und sportliche Qualifizierung
