Vorschau: Bundesliga-Aufstiegsrunde 2026 in Gersweiler
von Robin Wendeler · Veröffentlicht · Aktualisiert
Vier freie Plätze, zehn Vereine und neun Begegnungen für jedes Team: Am kommenden Wochenende, 7. und 8. November 2026, entscheidet sich im Bundesleistungszentrum für Pétanque in Saarbrücken-Gersweiler, welche vier Vereine in der kommenden Saison in der Deutschen Pétanque Bundesliga (DPB) antreten werden.
Nach dem Abschluss der Bundesliga-Saison 2026 stehen mit Diaboulo Bochum (LV NRW), La Fanny Joyeuse Tübingen (LV BaWü), dem SV Siemens Mülheim (LV NRW) und dem VfSK Oppau (LV RhPf) vier Absteiger fest. Ihre Plätze werden nun in Gersweiler neu vergeben. Die zehn qualifizierten Vertreter der Landesverbände treffen dazu in einer großen Jeder-gegen-Jeden-Runde aufeinander. Nach neun Begegnungen steht fest, wer 2027 im deutschen Pétanque-Oberhaus dabei sein wird.
Dabei ist das Feld ausgesprochen vielfältig: Mit dem BC Stuttgart, CBd Berlin, der Compagnie de Boule Lübeck oder LBJ Wiesbaden wollen Vereine mit Bundesliga-Erfahrung zurück ins Oberhaus, PC Hanweiler und Jever PC streben jeweils den direkten Wiederaufstieg nach nur einem Jahr an. Andere Clubs wie der BC Augsburg, PC Balistique Gelsenkirchen, Bornheimer Bouleclub oder Stahlball Leipzig könnten dagegen erstmals überhaupt den Sprung in die DPB schaffen.
Der Modus: Drei Partien entscheiden jede Begegnung
Der Spielmodus der Bundesliga-Aufstiegsrunde unterscheidet sich deutlich vom regulären Spielbetrieb der DPB. In der Bundesliga besteht eine Vereinsbegegnung zunächst aus zwei Triplettes und anschließend drei Doublettes.
Bei der Aufstiegsrunde in Gersweiler werden dagegen pro Vereinsduell drei Partien parallel gespielt: ein Doublette, ein Doublette Mixte und ein Triplette. Eine Begegnung endet damit zwangsläufig entweder 3:0 oder 2:1. Wer mindestens zwei der drei Partien gewinnt, entscheidet das Vereinsduell für sich.
Jeder der zehn Vereine trifft an diesem Wochenende genau einmal auf alle neun Konkurrenten. Insgesamt werden damit 45 Vereinsbegegnungen und 135 einzelne Partien ausgetragen. Für die Abschlusstabelle zählen zunächst die gewonnenen Begegnungen beziehungsweise Matchpunkte, bei Gleichstand anschließend die gewonnenen Einzelpartien und gegebenenfalls weitere Wertungskriterien.
Nach neun Runden dürfen sich die besten vier Vereine über den Aufstieg in die DPB 2027 freuen.
Der Zeitplan
Am Samstag stehen sechs Runden auf dem Programm:
Samstag, 7. November 2026
Runde 1 – ca. 09:00 Uhr
Runde 2 – ca. 11:00 Uhr
Runde 3 – ca. 13:00 Uhr
Runde 4 – ca. 15:00 Uhr
Runde 5 – ca. 17:00 Uhr
Runde 6 – ca. 19:00 Uhr
Am Sonntag fallen in den letzten drei Runden die Entscheidungen:
Sonntag, 8. November 2026
Runde 7 – ca. 09:00 Uhr
Runde 8 – ca. 11:00 Uhr
Runde 9 – ca. 13:00 Uhr
Zehn Vereine kämpfen um vier Plätze
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Vorschau lag der Redaktion noch keine endgültige Meldeliste der zehn teilnehmenden Vereine vor. Die im Folgenden genannten Spieler*innen gehören zum aktuellen Vereinsumfeld beziehungsweise sind in der Saison 2026 für die jeweiligen Clubs in den Ligamannschaften in Erscheinung getreten. Es ist daher möglich, dass einzelne in dieser Vorschau genannte Spieler*innen am Wochenende nicht in Gersweiler zum Einsatz kommen.
Update! – Hier geht es zur Seite mit den offiziellen Spieler-Meldungen für die Aufstiegsrunde 2026:
https://sbv.fdjey.de/ergebnisse/mannschaften/
Wir stellen nun die zehn Teilnehmer in alphabetischer Reihenfolge ihrer Landesverbände vor.
BC Stuttgart (LV Baden-Württemberg)
DPB-HISTORIE
Bisherige DPB-Saisons: 1 (2013)
DPB-Gesamtbilanz: 2:9 Siege
Bilanz der letzten fünf Spielzeiten
2026 – BaWü-Liga: 1. Platz (10:1 Siege)
2025 – BaWü-Liga: 3. Platz (8:3 Siege)
2024 – BaWü-Liga: 4. Platz (7:4 Siege)
2023 – BaWü-Liga: 3. Platz (8:3 Siege)
2022 – BaWü-Liga: 4. Platz (7:4 Siege)
Aus einem der traditionell stärksten Landesverbände kommt mit dem BC Stuttgart ein ausgesprochen interessanter Bundesliga-Anwärter nach Gersweiler. Die BaWü-Liga gehört seit Jahren zu den qualitativ am stärksten besetzten Landesligen Deutschlands – und Stuttgart spielt dort inzwischen konstant in der Spitzengruppe. In den vergangenen fünf Jahren landete der Club nie schlechter als auf Rang vier, 2026 folgte schließlich mit starken 10:1 Siegen der verdiente Meistertitel.
Auch die jüngste Bilanz der baden-württembergischen Vertreter in der Aufstiegsrunde kann sich sehen lassen: 2023 stieg der TV 1877 Mannheim-Waldhof auf, 2024 der BC Achern und 2025 La Fanny Joyeuse Tübingen. In allen drei Jahren gelang dem BaWü-Meister damit der Sprung in die Bundesliga. Der BC Stuttgart möchte diese Serie nun fortsetzen und 14 Jahre nach seiner ersten und bislang einzigen DPB-Saison 2013 in die Bundesliga zurückkehren.
Zu den bekannten Namen im Stuttgarter Team gehören unter anderem Lukas Hirte und Johannes Hirte, die beide weit vorne in der DPV-Rangliste zu finden sind und dieses Jahr erstmals Deutscher Meister im Triplette wurden. Auch Nina Schell, Bea Wiedmann, Levi Pfeffinger, Béla Mössinger und Fabian Spann stehen für reichlich nationale Erfahrung. Trotz der teilweise noch recht jungen Mannschaft muss sich Stuttgart sportlich vor keinem Gegner verstecken und dürfte in Gersweiler zu den Teams gehören, denen der Aufstieg zuzutrauen ist.
BC Augsburg (LV Bayern)
DPB-HISTORIE
Bisherige DPB-Saisons: 0
DPB-Gesamtbilanz: 0:0 Siege
Bilanz der letzten fünf Spielzeiten
2026 – Bayernliga: 1. Platz (7:2 Siege)
2025 – Bayernliga: 4. Platz (5:4 Siege)
2024 – Bayernliga: 2. Platz (6:3 Siege)
2023 – Bayernliga: 3. Platz (6:3 Siege)
2022 – Bayernliga: 2. Platz (7:2 Siege)
Für den BC Augsburg ist bereits die Teilnahme in Gersweiler ein besonderer Erfolg: Erstmals hat sich der Verein für die Bundesliga-Aufstiegsrunde qualifiziert.
Dabei fiel die Entscheidung um die Bayerische Meisterschaft erst am letzten Spieltag. Augsburg ging mit einem starken Schlussspurt durch den Saisonabschluss, gewann alle drei verbliebenen Begegnungen und profitierte gleichzeitig von Punktverlusten der direkten Konkurrenten Petanque München, der MKWU und des BCI Röthenbach. Nach mehreren Jahren im oberen Bereich der Bayernliga wurde die Konstanz damit erstmals mit dem Meistertitel belohnt.
Die Ergebnisse der vergangenen Jahre zeigen, dass dieser Erfolg keineswegs aus dem Nichts kommt. 2022 und 2024 wurde Augsburg jeweils Vizemeister, 2023 Dritter. Im möglichen Aufgebot finden sich Namen wie Simon Zuschlag, Egor Rudyk, Christian Ott, Karen Simmelbauer-Ott, Kittipong „Taek“ Boonwat und Thawatchai „Tony“ Phophan. Nun wartet auf den möglichen Bundesliga-Neuling die nächste große Herausforderung.
Club Bouliste de Berlin (LV Berlin)
DPB-HISTORIE
Bisherige DPB-Saisons: 1 (2008 – keine gewertete Abschlussbilanz)
DPB-Gesamtbilanz: keine gewertete Bilanz
Bilanz der letzten fünf Spielzeiten
2026 – 1. Berliner Liga: 1. Platz (10:0 Siege)
2025 – 2. Berliner Liga: 1. Platz (10:0 Siege)
2024 – 1. Berliner Liga: 7. Platz (2:8 Siege)
2023 – 1. Berliner Liga: 6. Platz (5:5 Siege)
2022 – 1. Berliner Liga: 5. Platz (5:5 Siege)
Ein ungewöhnlicher Weg führt den Club Bouliste de Berlin zurück nach Gersweiler. Nach dem Abstieg in die 2. Berliner Liga gelang dem Traditionsverein zunächst 2025 der direkte Wiederaufstieg – und 2026 folgte ohne eine einzige verlorene Ligabegegnung sofort der Titel in der 1. Berliner Liga. Über die vergangenen beiden Spielzeiten steht damit eine beeindruckende Ligabilanz von 20:0 Siegen.
Das aktuelle Team verfügt zudem über reichlich Erfahrung. Zur Mannschaft gehören unter anderem Eric Bourgeois, Pascal Brun, Stephan Wilk, Laurent Brizard, David Lecuvier, Jean-François Mores, Kim Mores und Benjamin Kirchner. Mehrere Spieler*innen bringen bereits Erfahrung aus der Bundesliga mit, teilweise auch aus anderen Berliner Vereinen. Damit trifft Pétanque-Erfahrung auf ein eingespieltes Team, das in den vergangenen beiden Jahren praktisch nicht mehr zu schlagen war.
Ganz neu wäre die Bundesliga für den Club Bouliste allerdings nicht. Bereits 2008 gehörte der Club dem DPB-Feld an. Die Saison nahm damals allerdings ein ungewöhnliches Ende: Der Verein wurde während der laufenden Spielzeit aus verbandsrechtlichen Gründen aus dem Landesverband ausgeschlossen, die bis dahin absolvierten Bundesligabegegnungen wurden annulliert. Eine gewertete Abschlussbilanz existiert deshalb nicht.
LBJ Wiesbaden (LV Hessen)
DPB-HISTORIE
Bisherige DPB-Saisons: 4 (2013, 2016, 2017 und 2024)
DPB-Gesamtbilanz: 13:35 Siege
Bilanz der letzten fünf Spielzeiten
2026 – 1. Hessenliga: 1. Platz (9:0 Siege)
2025 – 1. Hessenliga: 3. Platz (6:3 Siege)
2024 – DPB: 14. Platz (4:11 Siege)
2023 – 1. Hessenliga: 1. Platz (9:0 Siege) und Aufstieg in die DPB
2022 – 1. Hessenliga: 2. Platz (6:2 Siege)
Unter den zehn Teilnehmern ist La Boule Joyeuse Wiesbaden der Verein mit der größten Bundesliga-Erfahrung. Bereits vier Spielzeiten absolvierte LBJ im deutschen Oberhaus – 2013, 2016, 2017 und zuletzt 2024. Eine längerfristige Etablierung gelang bislang allerdings nicht. Lediglich in der Saison 2016 schaffte Wiesbaden einmal den Klassenerhalt, die übrigen Bundesliga-Aufenthalte endeten nach einer Saison.
2026 präsentierte sich LBJ in Hessen dafür nahezu makellos. Mit 9:0 Siegen gewann Wiesbaden souverän die 1. Hessenliga und nimmt nun den Anlauf auf den vierten Bundesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte.
Auch personell bringt der Club eine interessante Mischung aus Erfahrung und jüngeren starken Spieler*innen mit. Namen wie Christian Birk, Lisa Bischoff, Marie Baudis, Peter Weise, Ben Weiland und David Hauck sind weit über Hessen hinaus bekannt. Gerade diese Mischung könnte in einem langen Wochenende mit neun unterschiedlichen Gegnern wertvoll werden.
Jever PC (LV Niedersachsen)
DPB-HISTORIE
Bisherige DPB-Saisons: 1 (2025)
DPB-Gesamtbilanz: 3:12 Siege
Bilanz der letzten fünf Spielzeiten
2026 – Niedersachsenliga: 1. Platz (10:1 Siege)
2025 – DPB: 14. Platz (3:12 Siege)
2024 – Niedersachsenliga: 1. Platz (10:1 Siege) und Aufstieg in die DPB
2023 – Niedersachsenliga: 3. Platz (8:3 Siege)
2022 – Niedersachsenliga: 1. Platz (9:2 Siege) und 7. Platz in der DPB-Aufstiegsrunde
Der Jever PC kennt den Weg nach Gersweiler – und auch den Weg von dort in die Bundesliga. 2024 wurde Jever Niedersachsenmeister und krönte die Saison anschließend mit dem Aufstieg. Das Bundesliga-Abenteuer 2025 endete jedoch nach nur einem Jahr mit drei gewonnenen Begegnungen und Platz 14.
Nur zwölf Monate später steht Jever bereits wieder vor der Tür des Oberhauses. Mit 10:1 Siegen gewann der Club erneut die Niedersachsenliga und wurde damit bereits zum dritten Mal innerhalb der vergangenen fünf Spielzeiten Meister der Niedersachsenliga.
Das Aufgebot besitzt entsprechend viel Erfahrung. Zu beachten sind unter anderem Frank Günther, Daniel Dias, Jan-Philipp Krug und Noah Meyer. Viele Spieler*innen kennen sowohl den Druck einer Aufstiegsrunde als auch das Niveau der Bundesliga bereits aus eigener Erfahrung. Ein direkter Wiederaufstieg wäre angesichts dieser Qualität sicherlich keine große Überraschung.
Compagnie de Boule Lübeck (LV Nord)
DPB-HISTORIE
Bisherige DPB-Saisons: 2 (2011 und 2012)
DPB-Gesamtbilanz: 6:16 Siege
Bilanz der letzten fünf Spielzeiten
2026 – Nord-Liga: 1. Platz (6:1 Siege)
2025 – Nord-Liga: 6. Platz (3:4 Siege)
2024 – Nord-Liga: 2. Platz (4:3 Siege)
2023 – Nord-Liga: 2. Platz (5:2 Siege)
2022 – Nord-Liga: 2. Platz (5:1 Siege)
Wenn von Pétanque in Lübeck die Rede ist, führt am Namen Compagnie de Boule Lübeck kaum ein Weg vorbei. Der traditionsreiche Club ist nicht zuletzt durch das jährlich ausgerichtete Holstentorturnier bundesweit bekannt – eines der größten und bekanntesten Pétanque-Turniere Deutschlands.
Sportlich musste die CdB in den vergangenen Jahren allerdings mehrfach knapp anderen Teams den Vortritt lassen. Von 2022 bis 2024 wurde Lübeck dreimal in Folge Vizemeister der Nord-Liga. Nach Rang sechs im vergangenen Jahr gelang 2026 schließlich die Rückkehr an die Spitze. In einem engen Meisterschaftsrennen mit Tarup UF sicherte sich Lübeck mit 6:1 Siegen den Titel und damit die weite Reise ins Saarland.
Mit dabei sein könnte unter anderem Maya Gwenner, die erst vor wenigen Wochen mit den deutschen Juniorinnen bei der Europameisterschaft in Loutraki Bronze im Triplette gewann. Auch Spieler wie Felix Deutschmann, Ulrike und Matthias Rehberg, Ahcène Belkhamsa oder Karim Cheikh gehören zum sportlichen Umfeld der Compagnie.
Bundesliga wäre für den Verein kein Neuland. Nach dem Gewinn der Aufstiegsrunde 2010 spielte die CdB 2011 und 2012 im Oberhaus, ehe der Abstieg folgte. Bei einem erneuten Aufstieg hätte Lübeck 2027 außerdem gleich zwei Bundesliga-Vereine: Neben dem bereits etablierten Lübecker BC würde dann auch die Compagnie in der DPB antreten.
PC Balistique Gelsenkirchen (LV NRW)
DPB-HISTORIE
Bisherige DPB-Saisons: 0
DPB-Gesamtbilanz: 0:0 Siege
Bilanz der letzten fünf Spielzeiten
2026 – NRW-Liga: 2. Platz (7:2 Siege)
2025 – NRW-Liga: 5. Platz (4:5 Siege)
2024 – NRW-Liga: 2. Platz (7:2 Siege) und 9. Platz in der DPB-Aufstiegsrunde
2023 – NRW-Liga: 2. Platz (7:2 Siege)
2022 – NRW-Liga: 4. Platz (5:4 Siege)
In Nordrhein-Westfalen entwickelte sich 2026 erneut ein enges Rennen um die Spitzenplätze. Meister wurde am Ende die zweite Mannschaft von Düsseldorf sur place. Da innerhalb der Bundesliga jedoch nicht zwei Mannschaften desselben Vereins antreten können, geht der Startplatz für die Aufstiegsrunde an den PC Balistique Gelsenkirchen.
Für Gelsenkirchen ist diese Situation nicht neu. Bereits 2024 rückte der Verein als NRW-Vizemeister in die Aufstiegsrunde nach, damals endete das Wochenende allerdings auf Rang neun. Zwei Jahre später folgt nun der nächste Versuch – mit einer Mannschaft, die sich seitdem noch einmal verstärkt hat.
Besonders bemerkenswert ist dabei die Konstanz des Teams. Der Kern spielt seit Jahren gemeinsam und hat Balistique dauerhaft in der Spitzengruppe der starken NRW-Liga etabliert. Namen wie Tom Wierzoch, Marcel Hoffrogge und Jonas Madai stehen exemplarisch für die sportliche Qualität, hinzu kommen unter anderem Benjamin Ehrenfeld, Thomas Kersten, Johannes Weber, Brigitte Kersten und Frank Gutberger.
Vor der Saison hatten einige Beobachter möglicherweise eher den Nippeser BC oder Aachen als Kandidaten für Gersweiler auf dem Zettel. Gelsenkirchen sammelte jedoch konstant die nötigen Siege und sicherte sich am letzten Spieltag mit einem Erfolg ausgerechnet gegen den späteren Meister Düsseldorf 2 sieggleich den zweiten Rang.
Bornheimer Bouleclub „Nooh Draa“ (LV Rheinland-Pfalz)
DPB-HISTORIE
Bisherige DPB-Saisons: 0
DPB-Gesamtbilanz: 0:0 Siege
Bilanz der letzten fünf Spielzeiten
2026 – Rheinland-Pfalz-Liga: 1. Platz (8:1 Siege)
2025 – Rheinland-Pfalz-Liga: 3. Platz (6:3 Siege)
2024 – Rheinland-Pfalz-Liga: 6. Platz (4:5 Siege)
2023 – Rheinland-Pfalz-Liga: 3. Platz (7:2 Siege)
2022 – Rheinland-Pfalz-Liga: 8. Platz (2:7 Siege)
Für den Bornheimer Bouleclub „Nooh Draa“ könnte das Wochenende in Gersweiler Vereinsgeschichte schreiben. Noch nie spielte der Club in der Deutschen Pétanque Bundesliga.
Die Qualifikation gelang mit einer überzeugenden Saison in Rheinland-Pfalz. Bornheim gewann acht der neun Ligabegegnungen und behauptete sich damit vor starker Konkurrenz aus Wittlich, Herxheim und Rockenhausen, die jeweils auf sechs Siege kamen.
Zu den wichtigen sportlichen Stützen zählen unter anderem Finn Ochsenreither, sein Vater Frank Böhm, Elke Hamm und Jean-François Wittmann. Gerade Finn Ochsenreither bringt trotz seines noch jungen Alters bereits viel Erfahrung aus nationalen und internationalen Nachwuchswettbewerben mit.
Nach dem Abstieg des VfSK Oppau aus der DPB könnte Bornheim außerdem dafür sorgen, dass Rheinland-Pfalz auch 2027 weiterhin im deutschen Oberhaus vertreten ist. Dafür fehlen nur noch einige Siege am kommenden Wochenende und ein Platz unter den ersten vier Teams nach neun intensiven Begegnungen in Gersweiler.
Stahlball Leipzig (LV Ost)
DPB-HISTORIE
Bisherige DPB-Saisons: 0
DPB-Gesamtbilanz: 0:0 Siege
Bilanz der letzten fünf Spielzeiten
2026 – 1. Liga PV Ost: 1. Platz (7:0 Siege)
2025 – 1. Liga PV Ost: 3. Platz (5:2 Siege)
2024 – 1. Liga PV Ost: 2. Platz (5:2 Siege)
2023 – 1. Liga PV Ost: 2. Platz (6:1 Siege)
2022 – 1. Liga PV Ost: 2. Platz (6:1 Siege)
Mit dem Stahlball Leipzig e.V. reist eines der jüngsten Vereinsprojekte im Feld nach Gersweiler. Erst 2017 gegründet, hat sich der Club innerhalb weniger Jahre zu einer festen Größe im Pétanqueverband Ost entwickelt. In der höchsten Liga des Landesverbandes sind sogar zwei Stahlball-Mannschaften vertreten: Stahlball 3000 und Stahlball Bisous.
2026 gelang Stahlball 3000 nun erstmals der große Wurf. Nach drei Vizemeisterschaften in vier Jahren setzte sich die Mannschaft diesmal ungeschlagen mit 7:0 Siegen an die Spitze der Ost-Liga. Besonders häufig hatte in der Vergangenheit La Boule Rouge Dresden den Leipzigern den Weg nach Gersweiler versperrt. Dresden wiederum war in den vergangenen Jahren mehrfach Gast der Bundesliga-Aufstiegsrunde, ohne den Sprung ins Oberhaus zu schaffen. Dieses Jahr bekommen die Stahlballer ihre Chance. Zum Team gehören unter anderem Fabio Trampler, Lukas Weber, Julian Christ und Hannes Blechinger.
Stahlball versteht sich dabei nicht nur sportlich als junger Verein mit eigenen Ideen. Auch abseits der Bahnen bringt sich der Club regelmäßig in Diskussionen um die Weiterentwicklung des Pétanque-Sports ein und setzt unter anderem (sport-)politische Impulse zu Gender- und FLINTA*+-Themen.
Nun soll auch sportlich der nächste Schritt gelingen: Ein Aufstieg würde nicht nur das Bundesliga-Debüt für Stahlball bedeuten, sondern nach mehreren erfolglosen Anläufen aus dem Landesverband Ost endlich wieder einen Verein aus dem Osten Deutschlands ins Oberhaus bringen.
PC Hanweiler (LV Saarland)
DPB-HISTORIE
Bisherige DPB-Saisons: 3 (2023–2025)
DPB-Gesamtbilanz: 18:27 Siege
Bilanz der letzten fünf Spielzeiten
2026 – Saarland-Landesliga: 1. Platz (9:0 Siege)
2025 – DPB: 15. Platz (2:13 Siege) – Abstieg
2024 – DPB: 9. Platz (7:8 Siege)
2023 – DPB: 6. Platz (9:6 Siege)
2022 – Saarland-Landesliga: 1. Platz (9:0 Siege) und Aufstieg in die DPB
Last but not least kommt der Vertreter des gastgebenden Landesverbandes aus unmittelbarer Nähe: Der PC Hanweiler möchte nach dem Abstieg 2025 direkt wieder zurück in die Deutsche Pétanque Bundesliga.
Hanweiler gehörte von 2023 bis 2025 drei Spielzeiten in Folge zum Oberhaus. Und gerade die Premierensaison verlief ausgesprochen erfolgreich: Als Aufsteiger erreichte der Club 2023 mit 9:6 Siegen direkt Rang sechs. 2024 folgte mit 7:8 Siegen und Rang neun erneut der Klassenerhalt, ehe die dritte Saison deutlich schwieriger verlief. Mit 2:13 Begegnungen und Rang 15 musste Hanweiler 2025 zurück in die Saarland-Landesliga.
Dort ließ das Team in diesem Jahr allerdings keinerlei Zweifel an seinen Ambitionen aufkommen: 9:0 Siege und der souveräne Landesmeistertitel brachten Hanweiler direkt zurück in die Aufstiegsrunde.
Auch personell ist das Team prominent besetzt. Thibault Puchot, noch im Espoirs-Alter und 2026 bereits Deutscher Meister im Tête-à-tête, gehört ebenso zum Umfeld wie sein Vater Lucien Puchot, Vincent Mourot, Selina Hilgert, Cedric Schwartz, Stephan Arend, Xavier Galluser und Wolfgang Heblich. Mehrere Hanweiler-Spieler standen erst vor wenigen Tagen für das Saarland beim Länderpokal in derselben Halle auf den Bahnen und feierten dort den Gesamtsieg.
Ob sich dieser Schwung nun auf Vereinsebene übertragen lässt? Die Erfahrung aus drei Bundesliga-Spielzeiten, der Heimvorteil und die Verstärkungen im Team machen Hanweiler auf jeden Fall zu einem der besonders ernst zu nehmenden Anwärter auf einen der vier Aufstiegsplätze.
Neue Live-Ergebnisse direkt aus Gersweiler
Für die Aufstiegsrunde 2026 stellt der Saarländische Boule-Verband (SBV) unter der Leitung von Fred Gerber eine neue digitale Ergebnisplattform bereit. Zuschauer*innen können damit während des gesamten Wochenendes nicht nur die aktuelle Tabelle verfolgen, sondern auch die einzelnen Begegnungen, Ergebnisse der drei Formationen und den Verlauf der neun Runden.
Die Daten werden während des Turniers fortlaufend aktualisiert.
Hier geht es noch zu den externen Links:
Live-Tabelle:
https://sbv.fdjey.de/ergebnisse/aufstiegsrunde/
Alle Spiele und Runden:
https://sbv.fdjey.de/ergebnisse/spiele/
Rundenverlauf mit Live-Platzierungen:
https://sbv.fdjey.de/ergebnisse/rundenverlauf/
Gesamtübersicht aller Spielergebnisse:
https://sbv.fdjey.de/ergebnisse/gesamtuebersicht/
Alle Mannschaften:
https://sbv.fdjey.de/ergebnisse/mannschaften/
Bildergalerie:
https://sbv.fdjey.de/ergebnisse/galerie/
Damit wird diese Vorschau am Wochenende gleichzeitig zur Anlaufstelle für den aktuellen Stand aus Gersweiler.
Organisation und DPV-Team vor Ort
Als verantwortlicher Vertreter des Deutschen Pétanque-Verbandes begleitet Siegfried Ress die Bundesliga-Aufstiegsrunde.
Die Turnierleitung übernehmen Sophia Faulhaber und Thomas Schorr, als DPV-Schiedsrichter sind Fred Snella und Gordon Michael im Einsatz.
Für das DPV-Kommunikationsteam berichten Matthias Karczewski, Ralf Müller und Thomas Schumann aus Gersweiler. In jeder Runde wird von der TV-Bahn eine Begegnung live auf dem DPV-YouTube-Kanal übertragen.
Auch organisatorisch bietet das Bundesleistungszentrum für Pétanque in Saarbrücken-Gersweiler erneut den Rahmen für ein großes nationales Pétanque-Wochenende.
Vier Tickets für die Bundesliga 2027
Neun Runden, 27 Partien für jeden Verein und am Ende nur vier freie Plätze: Die Bundesliga-Aufstiegsrunde verspricht auch 2026 wieder ein intensives Wochenende.
Eine eindeutige Favoritenrolle lässt sich angesichts der unterschiedlichen Stärken der zehn Teams kaum verteilen. Stuttgart reist als Meister einer traditionell starken BaWü-Liga an, Hanweiler möchte mit drei Jahren Bundesliga-Erfahrung sofort zurück ins Oberhaus. Jever kennt den Weg durch die Aufstiegsrunde ebenfalls bereits, Wiesbaden bringt die größte DPB-Erfahrung im Feld mit. Gleichzeitig haben Mannschaften wie Augsburg, Berlin, Gelsenkirchen, Bornheim, Leipzig oder Lübeck in ihren Landesligen eindrucksvoll gezeigt, warum sie sich ihre Chance in Gersweiler verdient haben.
Am Sonntagnachmittag wird feststehen, welche vier Vereine sich 2027 mit dem Deutschen Meister BC Achern und den weiteren etablierten Mannschaften der Deutschen Pétanque Bundesliga (DPB) messen dürfen.
Der DPV wünscht allen zehn Vereinen eine gute Anreise, spannende und faire Begegnungen sowie viel Erfolg in Gersweiler!
